Aktuelles aus dem Sport: Sportstättensanierung, Neue Halle Rellinger Str., Umbau Furtweg, Neubau für HT 16, Verdienste der Sportvereine gewürdigt, Sportausschuss berät zum Thema „Gewalt im Sport“

In den letzten Wochen hat mich natürlich auch der Sport intensiv beschäftigt – dabei (leider) weniger die Fußballspiele mit meiner Mannschaft, sondern sportpolitische Diskussionen, konkrete Anliegen der Vereine und natürlich auch die Frage, wie es in der Sportlandschaft nach der gescheiterten Olympia-Bewerbung weitergeht.

Sanierung der Sportstätten – Umbau der Gustav-Falke-Sportanlage kommt

Ende Januar haben wir im Beirat Bezirklicher Sportstättenbau die für dieses Jahr geplanten Maßnahmen beschlossen. In Eimsbüttel wird die Neugestaltung der Gustav-Falke-Sportanlage umgesetzt; ein Vorhaben, für das wir uns schon lange einsetzen und wo wir mit den Vereinen (FC Alsterbrüder und ETV), den Schulen und der Verwaltung intensiv an Planung und Finanzierung gearbeitet haben.

marc-schemmel-header-04

Auch an der Gustav-Falke-Str. wird in diesem Jahr ein neuer Kunstrasenplatz errichtet

Für mich war es die letzte Beiratssitzung. Nachdem ich durch das Bürgerschaftsmandat nicht mehr der Bezirksversammlung angehöre, wird nun ein neuer Kollege die Arbeit im Beirat für die Bezirksversammlung Eimsbüttel fortsetzen. Ich durfte seit Gründung des Beirates hier mitarbeiten – ein Gremium, in dem stets sehr konstruktiv und zielorientiert miteinander gearbeitet wurde.

Sporthalle Rellinger Straße wird größer gebaut

Erfreulich aus Eimsbütteler Sicht war auch, dass an der Schule Rellinger Straße die neue Zweifeldhalle jetzt größer gebaut werden wird als ursprünglich geplant. Somit wird dort eine normgerechte Wettkampfnutzung für die Sportvereine auch künftig möglich sein. Die Eimsbütteler Bezirksversammlung hatte sich hierbei mit Sondermitteln beteiligt; wir konnten über einen Bürgerschaftsantrag von SPD und Grünen 600.000 Euro für Vereinsbedarfe bei Neubauten von Schulsporthallen bereitstellen, von denen 410.000 Euro für die Maßnahme an der Rellinger Straße aufgewendet werden sollen.

Anfang Januar hatten wir im Sportausschuss ausführlich das Thema „Neubau von Zweifeldhallen“ mit VertreterInnen des Landessportamtes, des HSB und Schulbau Hamburg beraten. Den Ausschussbericht finden Sie hier.

Erster Spatenstich auf der Eidelstedter Sportanlage Furtweg 

Am 22.02.2016 war auch endlich der erste Spatenstich zum Umbau der Sportanlage am Eidelstedter Furtweg. (Viel zu) lange mussten Stadtteil und Vereine auf den dringend notwendigen Umbau warten. Immer wieder hatte sich das Projekt verzögert, immer wieder hatten Vereine mit Unterstützung der Politik auf die Umsetzung der Maßnahmen gedrängt.

Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke konnte nun gemeinsam mit den Vertretern der am Furtweg beheimateten Vereine, dem SV Eidelstedt und dem SV Krupunder/Lohkamp, den symbolischen ersten Spatenstich vornehmen. In den kommenden Monaten entstehen nun am Furtweg zwei neue Kunstrasenplätze inklusive Sprintstrecke und Weitsprunganlage sowie ein neues Vereinsgebäude.

Gewalt im Fußball

Der Sportausschuss hat am 23. Februar über das Thema „Gewalt im Fußball“ mit Vertretern von Vereinen, Polizei und Hamburger Fußballverband diskutiert. Berichte über abgebrochene Spiele oder Vorfälle wie letztens bei einem E-Jugend-Turnier in Wilhelmsburg vermitteln häufig den Eindruck, dass Gewaltvorfälle im Hamburger Amateurfußball die Regel seien. Dies wurde gleich zu Beginn widerlegt. Bei rund 60.000 Spielen im Jahr kommt es lediglich bei 0,03 Prozent der Spiele zu strafrechtsrelevante Taten. Im Jahr 2014 waren es 26, im Jahr 2015 22 Fälle, in denen Gewalttätigkeiten registriert wurden, die höhere beziehungsweise längere Strafen nach sich gezogen haben.

2012 hat Hamburg entsprechend dem Nationalen Konzept Sport und Sicherheit (NKSS) den „Örtlichen Ausschuss Sport und Sicherheit“ installiert. Neben der Polizei Hamburg sind darin der Hamburger Fußballverband (HFV), Sicherheitsbeauftragte/ Fanprojekte des FC St. Pauli und des HSV, das Landessportamt, die Bezirksämter Eimsbüttel und Hamburg-Mitte, die Koordinierungsstelle Fanprojekte, der Hamburger Verkehrsverbund, die Bundespolizei, die Deutsche Bahn, der Verein Jugend und Sport sowie die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration eingebunden. Über den Sportfördervertrag gibt es zudem eine zweckgebundene Förderung des Bereiches der Gewaltprävention.

Das ausführliche Protokoll der Ausschusssitzung finden Sie hier.

Senat fördert Neubau des Sportzentrums der HT16

Und noch eine erfreuliche Mitteilung für einen Sportverein und die Stadtteile Hamm und Borgfelde. Im Rahmen der Quartiersentwicklung für die Stadtteile Hamm und Borgfelde errichtet die HT 16 ein neues Sportzentrum am Sievekingdamm. Die Gesamtkosten des viergeschossigen Sportzentrums betragen 10,47 Mio. Euro und die Stadt fördert den Bau mit Zuschüssen im Volumen von insgesamt 6,625 Mio. Euro. Der Verein HT16 feiert in diesem Jahr sein 200jähriges Vereinsjubiläum.

Weitere Informationen zu dem Vorhaben finden Sie hier.

Bekenntnis der Stadt zum Sport in Hamburg

Bürgermeister Olaf Scholz, Olympia-Botschafter Alexander Otto und Handelskammer-Präses Fritz Horst Melsheimer haben am 28. Februar bei einem Empfang für Beteiligte an der Bewerbung Hamburgs um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele im Jahr 2024 ein Bekenntnis zum Sport in Hamburg abgegeben und das Engagement der Hamburger Vereine bei der Integration von Geflüchteten gewürdigt.

In seiner Rede betonte Scholz, dass es nun gelte, die wertvollen Konzepte und Synergien der Beewerbung auszubauen und zu nutzen. Dabei gab der Bürgermeister ein Bekenntnis zum Sport in Hamburg ab, das viele Sportbegeisterte nach dem Olympia-Aus sicherlich gerne gehört haben: „Wir sind überzeugt, dass Freizeit-, Schul- und Breitensport genauso wichtig sind wie Leistungs- und Spitzensport. Alle Facetten gehören zusammen und leben von ein- und derselben Idee: dass im Sport die eigene Anstrengung unabhängig von Herkunft oder Status zählt. Die Olympia-Bewerbung sei ein „wichtiges internationales Signal“ gewesen und habe „in der Stadt auf ganz unterschiedliche Weise einen positiven Fußabdruck hinterlassen. Wer sich einmal derartig hat begeistern lassen, der ist auch in Zukunft für eine gemeinsame Sache zu gewinnen.“