Bericht aus der Bürgerschaft: Radverkehr, Perspektiven für den Sport, Wohnraum für Auszubildende

In  dieser Woche ging es in der Bürgerschaftssitzung zunächst um den Radverkehr in unserer Stadt.

Beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ist Hamburg in den letzten Jahren ein großes Stück vorangekommen. Neben Auto, Bus und Bahn spielt dabei auch der Radverkehr eine wichtige Rolle. Wir brauchen und wir fördern hier in Hamburg einen Mobilitätsmix, der die unterschiedlichen Verkehrsträger mit ihren jeweiligen Stärken nachhaltig und zukunftsfähig miteinander vernetzt. Unser Projekt „Fahrradstadt Hamburg“ ist dabei ein ganz wichtiger Baustein – und wir wollen den Radverkehrsanteil auf 25 Prozent in den 2020er Jahren steigern.

Mit dem Bike-and-Ride-Programm investieren wir zudem mehr als 30 Millionen Euro in die Infrastruktur an den S- und U-Bahn-Haltestellen. Damit entstehen 1.200 neue B+R-Plätze im Jahr, bis 2025 werden wir in Hamburg rund 28.000 Plätze haben, davon die Hälfte überdacht. So erleichtern wir den Umstieg vom Fahrrad in die Bahn und umgekehrt und verbessern so die Verknüpfung dieser beiden modernen Verkehrsmittel.

Ein weiteres Thema war der Sport – aktueller Anlass war natürlich auch der Rückzug der Hamburg Freezers aus der Deutschen Eishockey Liga.

Diese Unternehmensentscheidung ist ein Schlag für die vielen Fans – im Schnitt kamen auch in dieser enttäuschenden Saison fast 9.000 Zuschauer zu den Heimspielen  -, die Angestellten und natürlich auch für die Spieler des Vereins, insbesondere wenn man sieht, wie bspw. Freezers-Kapitän Christoph Schubert um den Verein gekämpft hat.

Die Freezers haben sich im Laufe der Jahre in die Herzen vieler Hamburger gespielt. Insofern ist das ein großer Verlust für alle Sportbegeisterten in der Stadt. Sportlicher Erfolg allein ist heutzutage im Profigeschäft leider keine Bestandsgarantie mehr, das machen auch die Beispiele HSV-Handball und VT Aurubis deutlich. In allen drei Fällen waren es wirtschaftliche beziehungsweise unternehmensstrategische Hintergründe, die zur Einstellung des Spielbetriebs geführt haben. Dies hat auch unser Sportsenator Andy Grote in seiner Rede betont.

Wir müssen weiterhin dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen für den Sport in der Stadt stimmen. Und auch wenn es derzeit im Zuge von Verhandlungen noch unterschiedliche Vorstellungen gibt, ist ja überall zusehen, was wir in den letzten Jahren in den Sport investiert haben. Der Senator hat in der Debatte noch einmal betont, dass die Sportstättensanierung wie bisher fortgesetzt wird, wir auch weiterhin an der Dekadenstrategie als Leitbild für den Sport in Hamburg festhalten und diese umsetzen werden.

Des Weiteren haben wir eine Initiative auf den Weg gebracht, um bezahlbaren Wohnraum auch für Auszubildende schaffen.

Für Auszubildende ist es in Hamburg sehr schwierig, auf dem freien Markt eine bezahlbare Wohnung zu bekommen. Die seit 2013 bestehende Förderung auch zum Bau von Azubi-Wohnungen, die Sicherung von Wohnungen speziell für Auszubildende in Bestandsimmobilien sowie der Fonds für pädagogische Begleitung von minderjährigen Auszubildenden ist dabei der richtige Ansatz.

Dieses Engagement wollen wir jetzt weiter verstärken, unter anderem mit einem Fonds für Kleinkredite, damit es junge Leute in Ausbildung leichter haben, Kautionen zu bezahlen oder Genossenschaftsanteile zu erwerben.
Und: Wir wollen das Thema Digitalisierung und der Umgang mit Informatiksystemen in der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern stärker verankern. Sowohl während des Studiums als auch im Referendariat sollen informatische Inhalte als Querschnittsthema verstärkt mit einfließen, ganz besonders in Mathematik und den Naturwissenschaften.

Hier ausführliche Pressemitteilungen zu diesen und weiteren Themen: