Besuch der Plakatwerkstatt in Lokstedt

Die Plakatwerkstatt in Lokstedt war heute ein weiteres Ziel meiner Wahlkreisbesuche.

IMG_7116

Die Werkstatt liegt fast ein wenig versteckt auf einem alten Obsthof in Lokstedt, neben der Kleingartenanlage am Veilchenstieg. Vor allem Mädchen basteln hier in offenen Angeboten Nützliches und Schönes für sich selbst oder zum Verschenken. Seit 28 Jahren entstehen hier so kunstvolle Zauberkästen, Ordner, Mappen, Federtaschen, Bilderrahmen, Notizbücher, kleine Kommoden und natürlich Plakate. Buntpapierherstellung, Buchbinden, Kartonage und Buchdruck sind die Handwerke, die Leiterin Dagmar Grabbert seit vier Jahren hier vermittelt. Die Diplom-Pädagogin leitet die Plakatwerkstatt allein, unterstützt wird sie dabei von Honorarkräften – größtenteils seien das mittlerweile erwachsene Frauen, die hier schon früher als Kinder gebastelt hätten, so Grabbert. Die besonderen Herausforderungen, denen sich die Einrichtung durch die personelle und finanzielle Ausstattung gegenübergestellt sieht, waren ein größeres Thema bei unserem Austausch.

Daneben ging es auch um die Ausrichtung der Plakatwerkstatt. So sei mittlerweile die Zusammenarbeit mit Schulen in der Umgebung ein wichtiges Standbein. Für Schulklassen ab der 3. Klasse werden Wahlpflichtkurse und Projektwochen- oder tage angeboten, von eintägigen Veranstaltungen über mehrwöchige Kurse sei alles möglich.

Regelmäßig werden von der Einrichtung Familiensonntage und Kindergeburtstage angeboten: Hier können Mädchen ab 10 Jahren in Gruppen von höchstens 9 Kindern am Wochenende ihren Geburtstag feiern und unter Anleitung Mappen und Ordner anfertigen. „Die Eltern können dann solange einen schönen Kinonachmittag genießen“, so Grabbert augenzwinkernd.

In der heute sehr schnelllebigen, hektischen und zudem von elektronischen Geräten geprägten Welt sei das hier ein toller, kreativer, nostalgischer Rückzugsort, der von sehr vielen Kindern und Jugendlichen genutzt werde. Dazu gehöre nicht nur, dass Handys zu Beginn abgegeben werden, sondern auch nach getaner Bastelarbeit der Arbeitsplatz „picobello“ aufgeräumt und gereinigt werde, so Grabbert. Das schrecke aber niemanden ab, im Gegenteil: Die offenen Werkstattzeiten seien sehr gut besucht und die Ferientermine immer komplett ausgebucht.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Plakatwerstatt.