Hohe Lebensqualität in Lokstedt, Niendorf und Schnelsen – Die neuen Hamburger Stadtteil-Profile sind erschienen

Anfang Januar sind zum 20. Mal die Hamburger Stadtteil-Profile erschienen (hier). Diese bieten immer wieder eine gute Zusammenstellung von soziodemografischen Merkmalen über Hamburger Stadtteile, Bezirke sowie ausgewählte Quartiere. Die jetzt vorgelegten Zahlen bilden den Stand von Ende 2016 ab und natürlich schaue ich jedes Jahr besonders genau auf unsere Stadtteile: Lokstedt, Niendorf und Schnelsen.

Erfreuliche Beschäftigungszahlen

In diesem Jahr habe ich mich dabei besonders über die Arbeitslosenquote gefreut, die in all unseren Stadtteilen deutlich geringer ausfällt als im Vergleich zum Bezirk oder zum Hamburger Durchschnitt. In Niendorf beispielsweise deutet die Arbeitslosenquote mit 3,1 % (Hamburg: 5,3 %) auf einen extrem hohen Beschäftigungsgrad hin. Auch in Lokstedt (3,9 %) und Schnelsen (4,8 %) ist die Arbeitslosenquote sehr gering und im Gegensatz zum Vorjahr nochmals gesunken. Das sind gute Neuigkeiten!

Mehr Wohnungen und Ärzte

Und auch in anderen Bereichen gibt es interessante – häufig positive – Entwicklungen: Die Anzahl der Wohnungen ist überall im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen, die Anzahl der niedergelassenen Ärzte hat ebenfalls zugenommen; es ziehen mehr Leute nach Lokstedt, Niendorf und Schnelsen als fort. Das spricht für die hohe Attraktivität und Lebensqualität unserer Stadtteile.

Anteil von Jugendlichen und Senioren höher als im Bezirksschnitt

Im Vergleich zum Hamburger Durchschnitt leben viele EinwohnerInnen über 65 Jahren in unseren Staddteilen, aber ebenfalls auffällig ist der große Anteil an Familien mit Kindern. Der Anteil der unter 18-jährigen in Lokstedt liegt bei 16,9 % im Vergleich zum Bezirk Eimsbüttel mit 15,2 %. In Schnelsen sind es sogar 18,6 % und in Niendorf 15,7 %. Jung und Alt scheinen sich also bei uns in den Stadtteilen wohlzufühlen und mit vielen verschiedenen Angeboten sollen ganz unterschiedliche Altersklassen angesprochen und Bedürfnisse befriedigt werden.

In Niendorf gibt es pro Kopf die meisten PKW im Bezirk

Das Statistikamt macht auch Angaben über die Anzahl privater PKW. Hier liegt Niendorf mit 420 PKW je 1000 EinwohnerInnen deutlich über dem Hamburger Durchschnitt von 338 PKW je 1000 Einwohner. Zu erklären ist dies aus meiner Sicht auch dadurch, dass in unserem flächenmäßig großen Stadtteil die Wege häufig weit sind. Diese Diskussion führen wir bspw. um den Bereich Niendorf-Ost, wo viele Menschen aufgrund der Entfernung zur Buslinie auf ihre Autos angewiesen sind. Hier sind wir mit Verwaltung und AnwohnerInnen weiter über mögliche Initiativen im Gespräch.

Kita- und SchülerInnen-Zahlen auf hohem Niveau

Nach wie vor gibt es ein breites Angebot an Kitas in unseren drei Stadtteilen: In Lokstedt sind es 20 (2017; 2015:20); in Niendorf 19 (2015: 18) und in Schnelsen mittlerweile 25 (2015: 23). Die Zahl der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 bleibt stabil (Lokstedt 1.276; Niendorf rd. 1.994; Schnelsen 1.825). In Niendorf – das mit dem Ohmoor und dem Bondenwald zwei Gymnasien im Stadtteil hat – ist die Quote der Schülerinnen und Schüler, die diese weiterführenden Schulen besuchen mit 60,7% am höchsten (Lokstedt: 57,8%; Schnelsen: 40,3%). In Schnelsen, wo sich mit der Julius-Leber-Stadtteilschule die größte Schule Hamburgs befindet, liegt der Anteil der StadtteilschülerInnen bei 57,3%.

Wir haben in allen Stadtteilen tolle Schulen und können froh sein, dass die dort engagierten Lehrer-Kollegien, Eltern und Schülerschaften dazu beitragen, dass alle Schulformen gut angenommen werden.