Mehr Geld für Integrationsarbeit der Vereine, Fortsetzung Sportstättensanierung, Sportfördervertrag beschlossen

Drei wichtige sportpolitische Fragen beschäftigen uns in diesen Tagen:

  • Wie können die Vereine bei ihrer wichtigen Integrationsarbeit unterstützt werden?
  • Wie geht es weiter bei der Sanierung von Sportstätten?
  • Wie bewertet die HSB-Jahreshauptversammlung den vorgelegten Sportfördervertrag?

Gerade im letzten Monat konnten wir uns im Sportausschuss wieder ein Bild davon machen, welch‘ großartige Arbeit unsere Sportvereine in den letzten Monaten im Bereich der Integrationsarbeit geleistet haben. Das HSB-Projekt „Willkommen im Sport“ wurde vorgestellt, bei dem rund 30 Vereine Angebote für Flüchtlinge und auch direkt in Erstaufnahmeeinrichtungen anbieten; VertreterInnen von Vereinen berichteten über ihr Engagement, die gemachten Erfahrungen und die Bedarfe, die in diesem Zusammenhang entstanden sind.

SPD und Grüne haben nun einen Antrag in die Bürgerschaft eingebracht, mit dem wir dieses Projekt weiter unterstützen wollen. Dafür sollen insgesamt 800.000 Euro bereitgestellt und bedarfsgerecht für die Vereinsarbeit zur Verfügung gestellt werden.

Die Instandsetzung und Modernisierung unserer Sportstätten in Hamburg ist ein zentraler Punkt unserer Hamburger Dekadenstrategie und in den letzten Jahren sind in der ganzen Stadt Sportanlagen saniert worden. Wir haben uns auf allen Ebenen dafür eingesetzt, dass diese Sanierungsoffensive wie bisher fortgesetzt werden kann, denn in vielen Bezirken stehen noch notwendige Maßnahmen an und alte Kunstrasenplätze müssen nach rund zehn Jahren erneuert werden. Vom Senat gibt es nun die erfreuliche Mitteilung, dass im Doppel-Haushaltsplan wieder das Niveau von 2 Millionen Euro jährlich für die Sanierung angesetzt worden ist. Ein gutes Signal für den Sport!

Am 28. Juni war ich zu Gast auf der Mitgliederversammlung des Hamburger Sportbundes (HSB). Im Mittelpunkt stand hier der zwischen HSB, Hamburger Fußball-Verband und Senat vorgelegte Sportfördervertrag für die Jahre 2017/ 2018, über den es während der Verhandlungen auch öffentlich schon Diskussionen gegeben hatte. Letztlich wurde dem Vertrag mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Zuwendungen an den HSB erhöhen sich auf 250.000 Euro auf dann insgesamt 7,872 Millionen Euro. Hinzu kommen die von der Bürgerschaft angekündigten Unterstützungen von 800.000 Euro für die Integrationsarbeit sowie 1 Million zur Sanierung der vereinseigenen Anlagen. Es wird also mehr Geld für den Sport geben – ein Ergebnis, das letztlich auch die Mehrheit der HSB-Mitglieder positiv bewertete.

Auf der Mitgliederversammlung gab es allerdings auch kritische Wortmeldungen, u. a. wurde mehr Geld für die Integrationsarbeit der Vereine gefordert und gewarnt, dass die Einsparvorgaben für den HSB dazu führen würden, dass bisherige Dienstleistungen des Sportbundes wegfallen könnten.

Natürlich ist es so, dass es im Sportbereich, bspw. für die Sportstätten und die Unterstützung der Vereine, immer auch gerne mehr geben könnte, aber unterm Strich ist festzuhalten, dass nach schwierigen Verhandlungen der Sport in Hamburg mit dem neuen Fördervertrag besser dasteht als vorher.