Schüler-Diskussion am Gymnasium Ohmoor

Heute ging es endlich einmal wieder in meine alte Schule: Am Gymnasium Ohmoor fand die Schüler-Dialogveranstaltung „dialog P“ statt, zu der aus jeder Bürgerschaftsfraktion ein Abgeordneter eingeladen war.

Nach der Begrüßung durch die Schüler-Moderatoren, ging es in die erste Fragerunde, bei der wir Abgeordnete kurz vorgestellt und nach unserer Motivation gefragt wurden, in die Politik zu gehen. Ein Beweggrund bei mir war u. a. auch das Engagement in Schulsprecherteams am Gymnasium Ohmoor, bei dem ich festgestellt habe, dass es Spaß macht, sich für andere Menschen einzusetzen.

Nach einem Warm-up-Quiz mit Fragen zu Politik, Kultur und Lifestyle ging es in die eigentliche Diskussion. An sechs Thementischen diskutierten wir reihum mit den gut vorbereiteten Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen über aktuelle Fragen der europäischen und deutschen Politik: Soll die EU ihre Grenzen schließen? Soll das Asylrecht verändert werden? Sollen die europäischen Wähler entscheiden können wer in die EU eintritt und austritt? Soll freier Handel auch die Menschenrechte im Auge haben? Sollen die Freiheitsrechte im Kampf gegen Terrorismus weiter eingeschränkt werden? Soll die EU sich stärker im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit engagieren?

Die jeweils rund 8 Minuten pro Tisch reichten natürlich kaum aus, um die vielen Aspekte der jeweiligen Fragen ausführlich zu erörtern, aber die wichtigsten Fakten sowie Pro- und Contra-Argumente wurden ausgetauscht. Neben der Frage nach meiner Einschätzung zur jeweiligen Frage interessierte mich natürlich vor allem, zu welchen Einschätzungen die SchülerInnen gekommen sind. Es hat mich beeindruckt, wie ausführlich sich die SchülerInnen mit den komplexen Fragen beschäftigt hatten und wie abgewogen argumentiert wurde.

Zum Abschluss präsentierten die GruppensprecherInnen die Zusammenfassung der Diskussionen und stellten die stärksten Pro- und Contra-Argumente zu dem Thema vor, das an ihrem Tisch diskutiert wurde. Alle SchülerInnen hatten dann die Möglichkeit, sich entweder dem stärksten Pro- oder Contra-Karte anzuschließen.

Eine rundum gelungene Veranstaltung mit interessierten und gut informierten SchülerInnen, die gerne wiederholt werden kann.