Sportausschuss berät über Integrationskonzept und E-Sport

In der ersten Sportausschuss-Sitzung 2018 standen am 16. Januar u. a. die Beratung des Hamburger Integrationskonzeptes (hier) und die Anstrengungen, die der Sport in diesem Bereich leistet, auf der Tagesordnung.

Berichtet und diskutiert wurde mit BehördenvertreterInnen über die damit verbundenen strategischen Ziele – über Partizipation und Zusammenhalt im Sport.

Eine zentrale Frage ist dabei natürlich, welche Maßnahmen erfolgreich sind, um die Teilhabe – bspw. von Frauen mit Migrationshintergrund – am vereinsorganisierten Sport zu erhöhen. Geschlechtertypische und kulturelle Faktoren sind häufig ausschlaggebend dafür, dass der Zugang zum Vereinssport nicht immer einfach ist. Zum Teil gibt es auch in den Herkunftsländern keine ausgeprägte Vereinskultur wie in Deutschland und es bestehen Berührungsängste vor festen Strukturen.

Die Öffnung aller Sportvereine für Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterschiedlicher Herkunft und die Steigerung der Vielfalt innerhalb der Vereine ist daher ein zentraler Baustein der Integrationsbemühungen. Es wird überall gesehen, Sportprogramme sowie deren räumliche, zeitliche und personelle Rahmenbedingungen – bspw. Sport für Frauen im sichtgeschützten Bereich – auch noch stärker auf die Interessen und Bedürfnisse von Migrantinnen und Migranten ausgerichtet werden.

Ebenfalls gilt es, Menschen mit Migrationshintergrund stärker als bisher in das freiwillige Engagement einzubeziehen und sie als Übungsleiterinnen und Übungsleiter, Betreuerinnen und Betreuer, aber auch als Trainerinnen und Trainer, Kampfrichterinnen und Kampfrichter oder Funktionärinnen und Funktionäre im organisierten Vereins- und Verbandssport zu gewinnen.

Diskutiert wurde in dem Zusammenhang auch über Maßnahmen im Rahmen der gezielten Förderung des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ oder die Verbands- und Vereinsberatung durch den Hamburger Sportbund. Aus der Bürgerschaft hatten wir mit insgesamt 800.000 Euro das Projekt „Willkommen im Sport“ unterstützt, damit die Integrationsarbeit der Sportvereine mit Geflüchteten in Hamburg fortgesetzt und ausgebaut werden kann.

Der Hamburger Sportbund und viele Vereine leisten bei diesen Bemühungen vorbildliche Arbeit.

Perspektivisch will man die Anzahl der geförderten niedrigschwelligen, zielgruppenspezifischen Integrationsmaßnahmen im Sportverein pro Jahr halten. Eine Voraussetzung ist dafür natürlich eine langfristige Förderung des Bundes. Wir werden das Thema weiter begleiten.

Im weiteren Verlauf des Ausschusses gingen wir mit dem Senat noch einmal auf die Experten-Anhörungen zum Thema e-Sport ein, bei denen wir mit tollen Experten über die ganze Bandbreite des Themas ausführlich diskutieren konnten. Wir haben feststellen können, dass es zum einen nach wie vor großen Informationsbedarf gibt, zum anderen auch unterschiedliche Betrachtungsweisen zu zentralen Fragen und teilweise auch noch Positionierung – wie der Sportfachverbände – ausstehen. Die Fraktionen werden das Thema weiter aufmerksam verfolgen und sehen, mit welchen Initiativen sie den e-Sports begleiten können.

Hier die Wortprotokolle der Expertenanhörungen: