Neujahrsempfang der SPD-Bürgerschaftsfraktion: „Das Feuer für Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg entfachen“

Vor rund 900 Gästen aus allen gesellschaftlichen Bereichen stand heute beim Neujahrsempfang unserer Bürgerschaftsfraktion im Rathaus die Hamburger Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele im Mittelpunkt.

Edina Müller (Paralympics-Siegerin und Fahnenträgerin in Paris 2024), Fußball-Legende Horst Hrubesch (u. a. Nationaltrainer bei Olympia in Rio und Paris) und Bürgermeister Peter Tschentscher zeigten die großen Chancen auf, die sich der Stadt durch die Bewerbung bieten können: Förderung von Sport und Inklusion, wirtschaftliche Impulse, beschleunigte Infrastrukturverbesserungen bspw. bei Mobilität und Sportstätten und gingen auch auf die Finanzierbarkeit und Nachhaltigkeit der Spiele ein.

Vor allem aber berichteten Edina Müller und Horst Hrubesch von dem besonderen Geist der Spiele, den Wettkämpfen, den vielen Begegnungen und den einmaligen emotionalen Erfahrungen für Teilnehmende, Zuschauerinnen und Zuschauer sowie die Ausrichterstädte.

Ein schöner Neujahrsempfang, bei dem heute auch wieder viele Menschen aus dem Sport und unseren Stadtteilen dabei waren!

Hier einige Statements:

Dirk Kienscherf, Vorsitzender der SPD-Fraktion:

„Gerade in politisch und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es Projekte, die Menschen verbinden und Zuversicht geben. Der Sport steht wie kaum etwas anderes für Weltoffenheit und Zusammenhalt – Werte, die Hamburg ausmachen und die wir in den vergangenen Jahren gezielt gestärkt haben. Unsere Stadt hat bewiesen, dass sie große Sportereignisse erfolgreich, inklusiv und verantwortungsvoll ausrichten kann.

Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg wären ein starkes Signal für nachhaltige und barrierefreie Spiele in einer offenen Metropole. Wir wollen Spiele, die auf bestehenden Sportstätten aufbauen und Begegnungen ohne Barrieren mitten in der Stadt ermöglichen. Wir sind überzeugt: Hamburg kann und sollte sich Olympische und Paralympische Spiele zutrauen.

Als eine der weltoffensten Städte Europas sollte Hamburg nicht am Spielfeldrand stehen, wenn es darum geht, das Potenzial unseres Landes international sichtbar zu machen. Olympia und Deutschland sind mehr als Lederhosen und Oktoberfest – Hamburg könnte dies der Welt zeigen.

Dabei geht es um mehr als ein sportliches Großereignis. Es geht um langfristige Entwicklungschancen für unsere Stadt und um eine neue olympische Generation: Hamburger:innen, die Sport als selbstverständlichen Teil ihres Lebens begreifen und für Fairness, Vielfalt und Leistungsbereitschaft stehen. Investitionen in Sport, Inklusion und Mobilität kommen dabei der gesamten Stadtgesellschaft zugute.

Eine solche Entscheidung verlangt Verantwortung, Augenmaß und einen breiten gesellschaftlichen Rückhalt. Ziel sind Olympische und Paralympische Spiele, die verantwortungsvoll, inklusiv und zukunftsgerichtet geplant und umgesetzt werden.

Mit tragfähigem Konzept und breiter Unterstützung kann Hamburg das Feuer für Olympische und Paralympische Spiele entfachen.“

Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister:

„Olympische und paralympische Spiele begeistern die Menschen weltweit. Das gilt besonders für die aktiven Sportlerinnen und Sportler und alle, die das Ereignis als Gäste oder Bürgerin und Bürger vor Ort miterleben. Die Spiele in Paris haben das Interesse für Olympia noch einmal verstärkt. Die Wettkämpfe waren bestens in die Stadt integriert, wie es das neue IOC-Konzept vorsieht, das auf Nachhaltigkeit und Inklusion setzt.

Hamburg hat ebenfalls ein überzeugendes Konzept aufgestellt, das an die Erfahrungen von Paris anknüpft und die neuen IOC-Kriterien bestens erfüllt: Kurze Wege, gute Integration in den Stadtraum, keine Neubauten, die nicht ohnehin geplant sind. Die Durchführungskosten können so vollständig durch den Verkauf von Tickets, Lizenzen und weiteren Einnahmen finanziert werden.

Bei der Entscheidung über Olympia in Deutschland geht es auch um einen Wettbewerb der Regionen. Denn Olympische Spiele geben der Entwicklung des gastgebenden Landes und der Ausrichterstadt enorme Schubkraft: Für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Inklusion, für neue Ideen und Investitionen und die damit verbundenen Impulse für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Olympia kann zu einem Aufbruch und einem großartigen neuen Kapitel unserer Stadtgeschichte werden.

Die Bürgerinnen und Bürger von München haben sich bereits entschieden. Am 31. Mai 2026 geht es beim Referendum um das Votum im Norden und ein klares ‚Ja‘ zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Hamburg!“ 

Edina Müller, Rollstuhlbasketballerin und Para-Kanutin, zweifache Paralympics-Siegerin und Fahnenträgerin bei den Paralympischen Spielen:

„Olympische und Paralympische Spiele sind eine außergewöhnliche Erfahrung, für die Teilnehmenden ebenso wie für die Zuschauenden. Gerade die Paralympischen Spiele haben eine enorme Bedeutung. Sie machen einem breiten Publikum sichtbar, dass Menschen mit Behinderung leistungsfähig sind und zu den Besten der Welt gehören können. Menschen entwickeln ein anderes Verständnis für Dinge, die sie selbst sehen und erleben. Die Spiele können einen wichtigen Impuls geben, Hamburg zur inklusivsten Stadt Deutschlands zu machen – im Stadtbild ebenso wie in den Köpfen.“

Horst Hrubesch, ehemaliger Fußballprofi sowie Bundes- und Nationaltrainer der deutschen Olympiamannschaft:

„Die Stimmung bei Olympischen und Paralympischen Spielen ist unvergleichlich, Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich dies zweimal selbst erleben durfte. Das sollte sich Hamburg nicht entgehen lassen. Wer bei Olympischen Spielen erfolgreich sein will, braucht Begeisterung für den Sport und echten Teamgeist. Olympia in Hamburg ist die Chance für eine ganze Generation von Kindern und Jugendlichen, diese Werte von klein auf in Schulen und auf Sportplätzen zu erleben und weiterzutragen. Diese Erfahrung sollten wir der jungen Generation unbedingt ermöglichen.“

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