Das sind gute Nachrichten für die Hamburger Wälder und das Niendorfer Gehege: Der Senat plant, in den kommenden drei Jahren zusätzliche 9,5 Millionen Euro für die Hamburger Revierförstereien zur Verfügung zu stellen. Das wurde im Umweltausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft im Zuge der dortigen Haushaltsberatungen bekannt. Die angekündigten Investitionen sind ein wichtiger Schritt, um die Revierförstereien zu modernisieren, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verbessern und den Schutz der Hamburger Wälder langfristig zu stärken.
Wir haben uns in den vergangenen Jahren mit verschiedenen parlamentarischen Initiativen dafür eingesetzt, die Hamburger Revierförstereien zu stärken und den erheblichen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf anzugehen. Mit unserem Antrag im Mai dieses Jahres haben wir erneut deutlich gemacht, dass hier investiert werden muss. Dass nun zusätzliche 9,5 Millionen Euro bereitgestellt werden sollen, ist ein wichtiges Signal und bestätigt die Notwendigkeit unseres Einsatzes.
Auch für das Niendorfer Gehege ist die Stärkung der Revierförstereien von großer Bedeutung. Revierförster Sven Wurster und sein Team leisten tagtäglich wichtige Arbeit für die Pflege und den Erhalt des beliebten Naherholungsgebiets. Dazu gehörten unter anderem die Anpassung des Waldes an die Folgen des Klimawandels, der Schutz von Arten und Lebensräumen sowie die Sicherung der vielfältigen Funktionen des Waldes.

Das Niendorfer Gehege ist für viele Menschen in unserem Stadtteil ein wichtiger Ort für Erholung und Naturerleben. Damit das auch in Zukunft so bleibt, brauchen wir eine gut ausgestattete Revierförsterei und gute Arbeitsbedingungen für die Menschen, die sich um unseren Wald kümmern. Die zusätzlichen Mittel bieten eine wichtige Perspektive, um notwendige Modernisierungen voranzubringen.
Im Umweltausschuss wurde auf meine Nachfrage erläutert, dass sich die zuständige Umweltbehörde derzeit mit dem Bezirksamt Harburg über die konkrete Umsetzung abstimme. Die Mittel sollen über die nächsten drei Jahre eingesetzt und von der zuständigen Behörde an die Revierförstereien übertragen werden.
Jetzt kommt es darauf an, die Mittel transparent und zielgerichtet einzusetzen und den bestehenden Modernisierungsbedarf Schritt für Schritt abzuarbeiten.
Über den Haushalt für die Jahre 2027/2028 entscheidet wir in der Bürgerschaft dann final Mitte Dezember 2026.
Hintergrund:
Hamburgs Bäume sind ein wesentlicher Bestandteil der grünen Infrastruktur und zugleich ein ganz wichtiger Faktor für das Stadtklima, einen wichtigen Beitrag leisten dabei auch unsere Wälder. Sie spenden Schatten und kühlen die Luft durch Verdunstung ab. Es gibt in Hamburg eine Waldfläche von rund 5.000 Hektar, davon sind 4.000 Hektar Landeswald.
Als Stadtstaat hat Hamburg die besondere Herausforderung, wie schwierig es ist, auch unter Abwägung unterschiedlicher Interessen dort, wo es möglich sei, alles daranzusetzen, diese Flächen auszuweiten. Im Jahr 2026 wurden beispielsweise 43 Hektar Wald im Naturschutzgebiet Heimfelder Holz von einem bisherigen Privateigentümer angekauft.
Angesichts des Stadtwachstums, des Klimawandels, des Arten- und Biotopschutzes sowie steigender Erholungsansprüche hat die Bedeutung der Ökosystemleistung des Waldes weiter zugenommen. Daher ist es unerlässlich für den Schutz und auch für die Pflege der Hamburger Wälder, dass sie über ihre bezirklichen Revierförstereien verfügen. Diese leisten einen ganz wichtigen Beitrag dazu, den heutigen Waldbestand an die Folgen des Klimawandels anzupassen.