Bericht vom 2. Niendorfer Online-Austausch mit Kay Gätgens

Allmählich hat man sich daran gewöhnt, dass man alleine vor dem Monitor sitzt und dort wohlbekannte Gesichter sieht, die sich vor Corona regelmäßig zu persönlichen Gesprächsrunden getroffen haben.

In unserer Runde mit Vertreterinnen und Vertretern von ProNieNo, der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Niendorf, vom Niendorfer Wochenblatt, AG Tibarg und Niendorfer TSV, konnten wir dieses Mal unseren Bezirksamtsleiter Kay Gätgens als Gast begrüßen.

Natürlich ging es auch dieses Mal wieder um die direkte Situation in den einzelnen Einrichtungen, die Stimmung im Stadtteil und die Lage im gesamten Bezirk.

Allgemeiner Tenor: Die Auswirkungen des Lockdowns und die unklare Perspektive sind in allen Bereichen spürbar.

Überall – ob in der Vor-Ort-Beratung oder in der kirchlichen Arbeit, im Sportverein oder im Handel – wurden gute (Online-) Konzepte entwickelt, um die bisherige Arbeit fortsetzen zu können, aber die Belastungen werden zunehmend größer.

Familien sehen sich täglich großen Herausforderungen gegenüber, Kindern und Jugendlichen fehlt der strukturierte Alltag in Kitas und Schulen sowie das gemeinsame Spielen im Gleichaltrigen, unsere lokalen Zentren beklagen große Frequenzrückgänge und in Sportvereinen gehen die Mitgliederzahlen zurück.

Wichtig ist daher, dass überall die laufenden Hilfeprogramme und die zuständigen AnsprechpartnerInnen bekannt sind. Verwaltung, unser Niendorfer Wochenblatt und auch wir in der lokalen Politik bemühen uns sehr, diese Informationen stets vor Ort zu vermitteln. Aber natürlich können allein finanzielle Hilfen die großen gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie nicht auffangen

Hoffnungen verknüpfen alle damit, dass durch zunehmende Impfquoten und bessere Teststrategien demnächst wieder mehr Lockerungen möglich sind. Dennoch bleibt auch Skepsis, dass nicht durch zu frühe Öffnungsschritte und die noch unbekannten Auswirkungen der Mutationen, das Infektionsgeschehen schnell wieder steigen kann und dies neuerliche Schließungen nach sich zieht.

Auch lokale Themen wie die Perspektive für unsere Zentren, die Neugestaltung der Tibarg-Mitte oder die Zukunft der Alten Schule wurden intensiv diskutiert – diese Entwicklungsprozesse wollen wir alle weiterhin eng begleiten.

Wie schon bei unserem ersten Niendorfer Online-Austausch haben wir festgestellt, dass gerade in diesen Zeiten solche Foren immens wichtig sind.

Nicht nur deshalb werden wir dieses Online-Format sicherlich bald fortsetzen.