Gut für Schnelsen – Bücherhalle wird modernisiert

Heute war ich zusammen mit meiner Schnelsener Bürgerschaftskollegin Sabine Jansen zu Besuch in der Bücherhalle Schnelsen. Die Leiterin, Karen Henschel-Possehn, konnte uns dabei gleich die frohe Nachricht verkünden, dass die Planungen zum Umbau abgeschlossen sind. Höchstwahrscheinlich geht es im Juli oder August los, die Umbauarbeiten sollen dann ca. vier Wochen dauern.

Das hat uns natürlich sehr erfreut, weil von uns in den letzten Haushaltsberatungen dafür gesorgt wurde, dass die Modernisierungs-Maßnahmen aus den Mitteln des Sanierungsfonds geleistet werden. Die Baukosten werden aus Eigenmitteln der Bücherhallen finanziert.

Abgesehen von einer Neugestaltung des Eingangsbereichs und der Sanierung der Büros und WCs wird es umfangreiche Modernisierungen geben, vor allem im digitalen Bereich. So werden u. a. zwei PC-Arbeitsplätze installiert. Auch die Kinderecke wird umgebaut und erweitert.

Besonders glücklich ist Frau Henschel-Possehn über die geplante der Erweiterung der Öffnungszeiten durch die sogenannte „Open Library“: „Es ist ein langgehegter Wunsch von uns, die Bibliothek nicht nur an zwei, sondern dann an sechs Tagen in der Woche den Schnelsener Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen.“

Die Bücherhalle sei ein wichtiger Anlaufpunkt im Stadtteil, so Frau Henschel-Possehn, gerade jetzt in Corona-Zeiten würde das Angebot sehr gut genutzt. Zurzeit dürften sich leider nur fünf Personen gleichzeitig dort aufhalten und manchmal sei die Schlange vor der Bücherhalle so lang, dass sie an die Wartenden Bonbons verteilt, so Frau Henschel-Possehn schmunzelnd.

Darüber hinaus aber will Frau Henschel-Possehn ihre Netzwerkarbeit noch weiter intensivieren und z. B. weitere Projekte mit Schulen und Kitas auf den Weg bringen. Und sie will auch nach wie vor niedrigschwellige Angebote an sozial benachteiligte Menschen und Migranten entwickeln. Mit der Volkshochschule zusammen wird es zum Beispiel ein „Schultüten-Projekt“ geben – für Menschen, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen, sicherlich ein tolles Angebot.

Per se habe sich parallel zur allgemeinen Digitalisierung natürlich auch der Beruf einer Bibliothekarin komplett verändert. „Das Bild, das manche vielleicht vor Augen haben, nämlich eine trutschige ältliche Dame mit Dutt, die in Pantoffeln durch die Gänge schlurft und zu laute Kinder anraunzt, gibt es schlichtweg nicht“, so Frau Henschel-Possehn abschließend, und spätestens mit den Modernisierungsmaßnahmen sei man digital auf dem neuesten Stand.

Ich freue mich wirklich sehr darüber, dass es mit der Modernisierung der Bücherhalle in Schnelsen endlich klappt.

Und ich wünsche Frau Henschel-Possehn und ihrem gesamten Team für die Zukunft weiterhin eine erfolgreiche und auch Freude machende Arbeit.