Neu gestalteter Von-Herslo-Park in Schnelsen eröffnet

Der rundum erneuerte Von-Herslo-Park in Schnelsen wurde Ende November eröffnet. In rund sechsmonatiger Bauzeit wurde die 15.500 Quadratmeter große Parkfläche teilweise von Grund auf saniert.

Im Mittelpunkt steht der 2.500 Quadratmeter große Spielplatz mit neuen und inklusiven Spielelementen. Zudem finden sich hier nun eine Wildblumenwiese, Pflanzinseln und Insektenburg.

Unsere Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein sagte zur Eröffnung: „Schnelsen ist ein attraktiver Stadtteil, der wächst. Entsprechend müssen auch die sozialen und freizeitbezogenen Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner mitwachsen. Ich freue mich deshalb sehr, dass unser Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) die Aufwertung des Von-Herslo-Parks umfangreich unterstützen konnte. Hier wurden attraktive, naturnahe Grünflächen sowie Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsangebote für alle Altersgruppen und besonders Kinder und Familien geschaffen. Damit konnte ein wichtiger Beitrag für mehr Lebensqualität im Quartier geleistet werden.“

Nachstehend weitere Informationen zu den Neuerungen und Angeboten im Van-Herslo-Park:

Neugestaltung des Spielplatzes

Im Zentrum der Spielfläche steht das Spielhaus mit Wetterschutz, einer breiten Rutsche und „Verkaufskiosk“. Ein Balancierparcours erstreckt sich über den gesamten Spielplatz. Kletter- und Balanciermöglichkeiten, Sandbagger, Schaukeln, Klang-, Farb- und Tastelemente sowie Slacklines in unterschiedlichen Schwierigkeiten regen die Fantasie der Kinder zum Spielen und Erkunden an, in der Hängematte und im Kletternetz darf sich ausgeruht werden. Für die Eltern wurden am Spielplatz zahlreiche Bänke, Sitzmauern sowie zwei Picknicktische aufgebaut. Der Bolzplatz blieb erhalten, wurde saniert und mit neuen Fußballtoren ausgestattet. Gestalterisch wird die Fläche durch bunte Torzählanzeiger in das Spielplatzthema eingebunden.

Zwei Aspekte sind auf der Spielfläche besonders: Die Spielelemente wurden individuell für diesen Park entwickelt und hergestellt. Zudem wurden zum Beispiel mit Wippe, Schaukel und Sandbacktisch inklusive Elemente eingebaut. Niedrigschwellige Angebote sollen Kinder mit Einschränkungen dazu ermutigen, die Spiel- und Bewegungsangebote für sich zu entdecken, zu nutzen und am gemeinsamen Spiel teilzunehmen. Damit setzt die Neugestaltung ein klares Zeichen für Inklusion und Teilhabe.

Naturerlebnisflächen

Angrenzend an die erneuerte Wildblumenwiese sind Pflanzinseln mit Duft- und Naschsträuchern entstanden. In der Wiese ist eine vom Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) betreute Insektenburg integriert. Eine kleine Wetterstation macht Temperatur, Sonnenstand, Wind und Niederschlag sichtbar. Hierdurch wird Biodiversität und Klima im Park und Stadtteil gefördert und erlebbar. Die Pflanzungen dienen Insekten und Vögeln ganzjährig als Nahrungsquelle.

Hundeauslaufzone

Die Hundeauslaufzone ist vollständig umzäunt und mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet. Zur Holsteiner Chaussee und Von-Herslo-Weg sind selbstschließende Tore gebaut. Bäume wurden gepflegt und aufgeastet und teilweise Rasen neu angelegt. Neben der Hundeauslaufzone wurde ein Weg außerhalb des Zaunes gebaut, so dass die bestehende Wegeverbindung erhalten bleibt.

Denkmalbereich

Die Parkfläche um das bestehende Denkmal wurde gärtnerisch verschönert und mit zwei Tischtennisplatten ausgestattet. Bänke wurden gereinigt und neue Fahrradanlehnbügel aufgestellt. Darüber hinaus ist die baumüberstandene, ruhige Parkzone in ihrer Qualität unverändert.

Beteiligung und Kosten

Vor der Neugestaltung wurden eine Anwohnerbeteiligung sowie eine Kinder- und Jugendbeteiligung durchgeführt, um möglichst viele Wünsche und Anregungen von den Expertinnen und Experten vor Ort umsetzen zu können. Zudem wurde die Neugestaltung mit dem Inklusionsbeirat abgestimmt. Die Gesamtkosten betragen rd. 930.000 Euro. Die Finanzmittel wurden von der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) mit rd. 460.000 Euro sowie von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) mit rd. 470.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)

Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert.

Hamburg hat derzeit 24 RISE-Quartiere ausgewiesen, die in den verschiedenen Programmen der Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 26 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind. 

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