Neuer Schulcampus für Schnelsen: Planung schreitet voran – Baubeginn für 2027 vorgesehen

Hamburg treibt den Ausbau seiner Schulkapazitäten weiter voran: In Schnelsen entsteht an der Holsteiner Chaussee ein neuer Schulcampus, der eine vierzügige Stadtteilschule und ein dreizügiges Gymnasium vereint. Mit dem Projekt reagiert die Stadt auf steigende Schüler/-innenzahlen – bis 2030 wird ein Zuwachs von rund 19,5 Prozent erwartet. Auf dem rund 2,7 Hektar großen Grundstück an der Holsteiner Chaussee entsteht ein moderner Bildungsstandort, der Lernen, Sport und Begegnung miteinander verbindet.

Die „Campusschule Schnelsen“ ist dabei bereits im Sommer 2024 mit den ersten 5. Klassen gestartet. Sie nutzt übergangsweise den Standort der Grundschule Röthmoorweg, bevor sie 2028 an den neuen Standort an der Holsteiner Chaussee umzieht.

Der neue Schulcampus auf rund 2,7 Hektar an der Holsteiner Chaussee. Der Standort liegt zwischen Ellerbeker Weg und Holsteiner Chaussee und soll durch neue Rad- und Fußwege eng ins Quartier eingebunden werden.

Die Planungen dafür sind jetzt einen wichtigen Schritt vorangekommen: Nach einer breiten Ausschreibung wurde das Hamburger Bauunternehmen Otto Wulff als Totalunternehmer beauftragt. Das Unternehmen wird die Planung im Auftrag von Schulbau Hamburg eigenständig finalisieren und den Neubau schlüsselfertig realisieren. Der Baubeginn ist für 2027 geplant, die Fertigstellung für das Schuljahr 2028/2029.

Der Campus wird als innovativer Neubau mit offenen Lernlandschaften, multifunktionalen Fachräumen und großzügigen, barrierefreien Außenanlagen geplant. Auf rund 15.000 Quadratmetern Nutzfläche sollen projektorientiertes und selbstständiges Lernen gefördert werden.

Sport und Begegnung für Schule und Stadtteil

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Sport- und Bewegungsangeboten. Geplant sind eine Freilufthalle, eine Dreifeld-Sporthalle, eine Gymnastikhalle sowie mehrere Sportfreiflächen mit Mehrzweckfeldern, Laufbahn, Sprintstrecke und Weitsprunganlage. Die Dreifeldhalle wird auch für den Vereinssport nutzbar sein und erhält unter anderem eine Klapptribüne für bis zu 199 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Der zusätzliche Investitionsbedarf für diese Ausstattung beträgt rund 1,125 Millionen Euro. Finanziert wird er unter anderem aus Mitteln der Sport-Jury der Hamburgischen Bürgerschaft, des Investiven Quartiersfonds sowie des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung. Neue Rad- und Fußwege sollen den Campus gut an das Quartier anbinden und ihn auch für die Nachbarschaft öffnen.

© SBH Schulbau Hamburg / RENNER HAINKE WIRTH ZIRN Architekten / Visualisierung: SHIFT Images

Nachhaltiger Bau und moderne Ausstattung

Der Schulcampus wird als nachhaltiger Holzhybridbau realisiert. Geplant sind unter anderem Photovoltaikanlagen auf den Dächern sowie begrünte Dachflächen. Zudem setzt das Projekt auf eine modulare Bauweise, die später auch für weitere Schulstandorte in Hamburg genutzt werden kann.

Zur Ausstattung gehören neben modernen Fachräumen auch besondere Angebote wie ein Schulcafé, Werkstätten für Holz-, Metall- und Textilarbeiten sowie Räume für neue Medien. In der Mensa ist außerdem eine sogenannte „Waschstraße“ vorgesehen, um eine einfache und hygienische Händereinigung für viele Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen.

Für den neuen Bildungsstandort investiert die Stadt Hamburg rund 81 Millionen Euro. Der Campus solle nicht nur moderne Lernbedingungen schaffen, sondern auch ein Treffpunkt im Quartier werden.

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