Die sehenswerte NDR-Dokumentation „Mein Vater, der HSV und die Nazis – Fußball unter Faschisten“ von den Autorinnen Katrin Hafemann und Marie Teresa Lasserre wurde gerade mit dem 2. Platz bei den „Sport Oscars“ des AIPS ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!
Es geht in der Dokumentation vor allem um die Geschichte des jüdischen Hamburgers Walter Wächter, der in den 1920er-Jahren in der Jugendmannschaft des HSV spielte und dessen Sohn Torkel Wächter sich nach dem Tod seines Vaters auf Spurensuche macht.
Die Dokumentation beleuchtet auch den Umgang deutscher Fußballvereine mit den dunkelsten Kapiteln ihrer Vereinsgeschichte und gibt Einblicke, wie die Vergangenheit des HSV aufgearbeitet wurde und aktive Erinnerungsarbeit geleistet wird.






Zu Wort kommt auch unser Opa Herbert Schemmel, der als ehemaliger Neuengammer Häftling hier in einer älteren Videoaufnahme u. a. über von der SS angeordnete Fußballspiele im Lager berichtet. Als Enkel durfte ich zudem ein paar Ausführungen dazu machen, wie er und weitere KZ-Überlebende den Umgang von Verein und Öffentlichkeit mit Kriegsverbrechern nach dem Krieg erlebt haben.
Die Dokumentation ist nach wie vor in der ARD-Mediathek zu sehen – hier