Die Entwicklung des neuen Wohn- und Stadtquartiers auf dem ehemaligen Beiersdorf-Areal zwischen Unnastraße und Quickbornstraße tritt in die nächste Phase ein: Nach einer umfassenden Prüfung hat die TROMA Alters- und Hinterbliebenenstiftung als Eigentümerin des Grundstücks die Umsetzung des Projekts beschlossen. Auf dem rund 34.000 m² großen Areal sollen künftig bis zu 850 Wohnungen sowie ein vielfältig genutztes Stadtquartier entstehen.
Auslöser für die Entwicklung ist der Umzug der Konzernzentrale der Beiersdorf AG im Jahr 2023 auf den neuen Campus an der Beiersdorfstraße.
„Die TROMA wird rund 700 Mio. € in die Entwicklung eines zukunftsfähigen Stadtquartiers auf dem historischen Gelände unseres Unternehmens investieren“, sagte Astrid Hermann, Finanzvorständin der Beiersdorf AG und Vorsitzende des TROMA-Vorstands, bei der Vorstellung der Planungen. „Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Hamburg und zu unserer weiteren Entwicklung in Eimsbüttel.“
Seit der Vorstellung des Siegerentwurfs der hochbaulichen Entwurfsstudie im Jahr 2023 wurde das Projekt erneut überprüft und in wesentlichen Bereichen weiterentwickelt. Berücksichtigt wurden unter anderem Veränderungen auf den Bau-, Immobilien- und Kapitalmärkten sowie neue Anforderungen an Wohnen, Arbeiten und Mobilität.
Angepasst wurden demnach insbesondere: Wohn- und Nutzungskonzepte, Mobilitätslösungen, Energieversorgung sowie die Freiraumgestaltung.
Die zentralen Grundlagen der Planung blieben dabei aber bestehen. Dazu zählen insbesondere die Ergebnisse der umfangreichen Bürger/-innen-Beteiligung sowie die Erkenntnisse aus den städtebaulichen, freiraumplanerischen und hochbaulichen Wettbewerben.
Karen Pein, Hamburger Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, erklärte dazu:
„Hamburg braucht mehr Wohnraum – und dafür müssen wir auch große und anspruchsvolle Projekte voranbringen. Die Fortführung der Entwicklung an der Unnastraße ist deshalb eine sehr gute Nachricht für Eimsbüttel und für ganz Hamburg. Bis zu 850 neue Wohnungen sind ein spürbarer Beitrag zur Entlastung des Wohnungsmarkts. Zugleich zeigt das Projekt, dass wir auch unter schwierigen äußeren Rahmenbedingungen tragfähige Lösungen finden können, wenn alle Beteiligten so konstruktiv zusammenarbeiten.“
Geplant ist ein gemischt genutztes Stadtquartier mit unterschiedlichen Wohnformen und Wohnungsgrößen für verschiedene Lebensphasen. Vorgesehen sind ausschließlich Mietwohnungen, davon 20 Prozent öffentlich gefördert.
Ergänzt wird das Konzept durch: Kitas, Wohnraum für Studierende und Seniorinnen und Senioren, Service Apartments, Nahversorgung und Gastronomie, gewerbliche und kulturelle Angebote sowie moderne Mobilitätsangebote und ÖPNV-Anbindung.
Auch ein nachhaltiges Mobilitätskonzept sei Teil der Planung. Vorgesehen seien gebündelte Parkflächen sowie Angebote für geteilte Mobilität.
Für Eimsbüttels Bezirksamtsleiter Christian Zierau steht insbesondere der gemeinsame Entwicklungsprozess im Mittelpunkt:
„Dieses Projekt ist ein echtes Gemeinschaftswerk: Von Anfang an haben wir mit den Menschen aus Eimsbüttel gemeinsam Ideen für ein lebendiges, vielfältiges Quartier entwickelt. Hier entsteht nicht nur dringend benötigter Wohnraum, sondern ein Stück Stadt, das neue Wege für nachhaltiges Zusammenleben, moderne Mobilität und soziale Infrastruktur aufzeigt. Jetzt geht es weiter.“
Die Umsetzung des Quartiers ist nun in mehreren Bauabschnitten vorgesehen. Als nächster Schritt wird das Bebauungsplanverfahren fortgeführt. Der Rückbau der bestehenden Gebäude soll frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2027 beginnen. Die bauliche Entwicklung erfolgt anschließend schrittweise über mehrere Jahre. Die ersten Wohnungen sollen voraussichtlich ab 2031 bezugsfertig sein.