„Die Stimme des Waldes“ – Pro Niendorfer Gehege feiert 15-jähriges Bestehen

Und noch ein großartiger Verein (neben dem Forum Kollau) konnte an diesem Wochenende sein 15-jähriges Bestehen feiern: Heute wurde auf dem Gelände des Forsthofes mitten im Niendorfer Gehege das 15-jährige Jubiläum von Pro Niendorfer Gehege gefeiert – ein Verein, der vielen Menschen ans Herz gewachsen ist.

Als Gründungsmitglied durfte ich ein kleines Grußwort halten und dabei u.a. an die Anfänge rund um das Bürgerbegehren „Hände weg vom Niendorfer Gehege“ erinnern und den gemeinsamen Willen, den Wald zu schützen, den Förster zu stärken und für transparente Entscheidungen zu sorgen.

Heute kann man sagen: Die Gründung war eine richtig gute Entscheidung! Aus dem damaligen Protest ist eine dauerhafte, konstruktive und kompetente Interessenvertretung für das Gehege geworden.

Und die Bilanz nach 15 Jahren kann sich sehen lassen: Führungen, Pflanz- und Müllsammelaktionen, Vorträge und Fahrradtouren, Umweltbildungsangebote und viele weitere Aktivitäten bringen Menschen zusammen und machen Natur erlebbar. Vor allem aber sorgt der Verein dafür, dass unser Niendorfer Gehege eine starke Stimme hat.

Besonders beeindruckend ist die Kontinuität und das große persönliche Engagement im Vorstand. Viele derjenigen, die den Verein damals mit auf den Weg gebracht haben, sind bis heute aktiv. Dafür großen Dank!

Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist aber auch das Zusammenspiel von Verein, Försterei, Verwaltung, Naturschutzverbänden und Politik. Und hier ist besonders unserem Revierförster Sven Wurster und seinem Team zu danken. Seit 2007 prägt Sven Wurster die Entwicklung des Niendorfer Geheges mit großer fachlicher Kompetenz, Leidenschaft und ansteckender Begeisterung für den Wald. Seine Führungen, seine Ideen und sein offener Austausch mit den Menschen machen ihn längst zu dem Gesicht unseres Geheges.

Gemeinsam konnte in den vergangenen Jahren viel erreicht werden:

  • die neue Aussichtsplattform, die Natur und Landschaft auf besondere Weise erlebbar macht,
  • zahlreiche sanierte und verbesserte Wege,
  • neue Sitzgelegenheiten und Informationsangebote,
  • eine behutsame Weiterentwicklung der Infrastruktur,
  • und nicht zuletzt die Modernisierung der Revierförsterei mit Investitionen in Sanierung, Solarenergie, Elektromobilität und moderne, klimafreundliche Technik.

Das alles zeigt: Wenn engagierte Bürgerinnen und Bürger, eine starke Försterei, Politik und Verwaltung konstruktiv zusammenarbeiten, kann man für unseren Stadtteil und unseren Wald richtig viel bewegen.

Denn das Niendorfer Gehege ist weit mehr als „nur“ ein Wald. Es ist ein Ort der Erholung, der Begegnung und der Naturverbundenheit – für Spaziergänge und Laufrunden, für den Besuch des Wildgeheges, auf dem Spielplatz oder bei Correll. Für viele Menschen im Hamburger Norden gehört es einfach zum Leben dazu.

Die Herausforderungen für unseren Wald werden künftig nicht kleiner. Klimawandel, Trockenheit, Stürme und neue Schädlinge stellen Wälder vor große Aufgaben. Gleichzeitig wächst die Bedeutung des Geheges als grüne Lunge und Rückzugsort.

Umso wichtiger ist ein starker Verein, der aufmerksam begleitet, Ideen entwickelt und Menschen für den Schutz dieses besonderen Ortes begeistert.

Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum – und auf viele weitere erfolgreiche Jahrzehnte für unser Niendorfer Gehege.

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