Inklusionssport und Kunstrasen-Diskussion – Bericht aus dem Sportausschuss

Seit langer Zeit beschäftigen wir uns im Sportausschuss wieder mit dem Thema „Sport und Inklusion“. Heute haben wir uns mit dem „Hamburger Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“ auseinandergesetzt und natürlich vor allem damit, was sich in dieser Hinsicht im Sportbereich getan hat.

Über Fraktionsgrenzen hinweg wurde anerkannt, dass hier in Hamburg eine ganze Menge getan wird.

Die Umsetzung erfolgt hier in Hamburg natürlich vorrangig durch den Hamburger Sportbund und seine Mitgliedsverbände und Vereine, u.a über Angebote in der Aus- und Weiterbildung, beim Thema barrierefreier Zugang oder Allgemein, um die Wahrnehmung des Inklusionssports zu verbessern.

Dazu trägt u.a. der jährliche „Sporttag inklusiv“ im Stadtpark bei. Einen großen Schub hat natürlich auch die heim Rollstuhl-Basketball-WM, auf der Elbinsel in Wilhelmsburg, im letzten Jahr gegeben.

Weiter wird daran gearbeitet, die Sportangebote in homogenen und heterogenen Gruppen sowie im Bereich des Rehabilitationssports auszubauen und die Barrierefreiheit von Sportangeboten und Sportstätten zu verbessern.

In der Sommerpause hatten uns Berichte über Mikroplastik und in dem Zusammenhang die Auswirkungen möglicher EU-Initiativen auf die Zukunft der Kunstrasenplätze beschäftigt. Damit wurden viele Fragen ausgelöst, daher hatte ich das Thema heute noch einmal auf die Tagesordnung des Sportausschuss gesetzt.

Das Fazit vorweg: Hamburg ist gut aufgestellt und Vereine müssen hier keine Befürchtungen haben.

Per se ist Hamburg nicht so umfänglich betroffen, und soweit es sich um staatliche Sportplätze handelt, erfolgt der Austausch der Verfüllung mit Kunststoffgranulat bereits seit Jahren im Rahmen regelmäßiger Instandhaltungsarbeiten.

Hamburg verzichtet auf den staatlichen Sportanlagen bereits seit etwa zehn Jahren auf Kunststoffgranulate und verwendet Quarzsand als Füllstoff. Darüber hinaus hat man sich hier frühzeitig für die Etablierung unbedenklicher Bauweisen und Füllstoff-Alternativen (zum Beispiel Bauweisen mit Korkgranulat) engagiert.

Zum Stichtag 31. Dezember 2018 verfügten die im Verwaltungsvermögen der Bezirke befindlichen Sportanlagen über insgesamt 88 Großspielfelder mit Kunststoffrasenbelag.

Des Weiteren gibt es 23 Kunststoffrasenplätze auf Schulgrundstücken sowie elf vereinseigene Sportanlagen mit Kunststoffrasenbelag.

Nicht berücksichtigt: vereinseigene Hockeyplätze, weil sich hier aufgrund ihrer Bauweise die Thematik der Verfüllung nicht stellt.

Betroffen sind von allen Plätzen lediglich 19 Anlagen. Auf den wenigen noch betroffenen Plätzen in Hamburg könnte im Zuge der nächsten Intensivreinigung das Kunststoffgranulat bereits ausgesiebt und mit Quarzsand aufgefüllt werden. Der Kostenaufwand ist hierbei überschaubar.