Neues Wohnquartier auf Beiersdorf-Gelände

Heute waren wir mit Niels Annen und meinen Bürgerschaftskollegen Dirk Kienscherf und Uwe Giffei zu Besuch in der Stadtmacherei in der Osterstrasse. Die Stadtmacherei hat Beiersdorf hier eingerichtet, um einen zentralen Anlaufpunkt zu bieten, wo sich Bürgerinnen und Bürger über die Planungen für das neue Wohnquartier informieren und einbringen können, das zwischen Unnastraße und Quickbornstraße enstehen soll.

Hintergrund: Beiersdorf gestaltet seine Werksgelände neu, um den Unternehmenssitz baulich und organisatorisch fit für die Zukunft zu machen. Im vergangenen Jahr entschied das Unternehmen, sich bis 2023 an der Troplowitzstraße zu konzentrieren und dort eine neue Konzernzentrale zu bauen. Damit wird das Areal der heutigen Zentrale zwischen Unnastraße und Quickbornstraße frei für ein neues Wohn- und Stadtquartier im Herzen Eimsbüttels.

Zusammen mit Niels Annen und meinen Bürgerschaftskollegen Dirk Kienscherf und Uwe Giffei bei unserem Besuch in der Stadtmacherei

Ab 2022 sollen hier Wohnhäuser hochgezogen werden, und zwar mit etwa 900 Wohnungen.

Von Anfang an wurde Wert auf Bürgerbeteiligung gelegt: Die Bürgerinnen und Bürger waren seit Mitte 2018 eingeladen, bei der Gestaltung mitzuwirken. In der „Stadtmacherei“ wurden jede Menge Ideen für Freiflächen, Mobilität und Infrastruktur gesammelt, unterstützt vom Bezirk Eimsbüttel.

Das Wettbewerbsverfahren hin zu einem städtebaulichen Entwurf verläuft in mehreren Abschnitten. Phasen der Entwurfsarbeit der beteiligten Planungsteams werden jeweils von öffentlichen Beteiligungsveranstaltungen eingeleitet und abgeschlossen. Den Startschuss bildete der Wettbewerbsauftakt, bei dem sich die teilnehmenden Büros der Öffentlichkeit vorstellen konnten und die inhaltlichen Vorgaben für den Wettbewerb erläutert wurden.

Demnach haben sich die Planer an rund 90 Prozent Wohnnutzung zu orientieren. Es sollen ausschließlich Mietwohnungen entstehen; 20 Prozent davon öffentlich geförderte Sozialwohnungen.

Ein Zehntel der verfügbaren Fläche darf an Gewerbetreibende gehen. Vornehmlich in den Erdgeschossen könnten kleine Einzelhändler zum Zuge kommen. Gastronomie ist denkbar.

Die Planer sind zudem aufgefordert, für rund 200 Kita-Plätze auf dem Gelände zu sorgen, inklusive Außenspielflächen. Oberirdischer Autoverkehr soll auf dem gesamten Areal vermieden werden, stattdessen sollen 1500 Fahrradstellplätze her.

Der Zeitplan für die Entwicklung des neuen Stadtteils steht also. Nach einer ersten Phase der Konzeptentwicklung wurden die Entwürfe in der Gläsernen Werkstatt im Mai dieses Jahres präsentiert und zur Diskussion gestellt.

In den nächsten Wochen werden die finalen Entwürfe öffentlich vorgestellt. Auf der anschließenden Jurysitzung wird dann der Siegerentwurf gewählt, der als Grundlage für die Realisierung dient. In der Jury sitzen Bauexperten, Vertreter der Bezirksversammlung und von Beiersdorf.

Und: Auch hier entscheiden vier Bürgervertreter mit, welcher Entwurf zum Zug kommt.