„Klartext. Das Stadtgespräch“ – SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf zu Gast im Wahlkreis

Trotz beinah sibirischer Temperaturen kamen gestern rund 50 Bürgerinnen und Bürger nach Schnelsen ins Hotel „Zum Zeppelin“, um mit unserem Fraktionsvorsitzenden Dirk Kienscherf, Monika Schaal, Milan Pein und mir über ihre Themen zu sprechen.

Es entwickelte sich eine lebhafte, aber immer sachliche Diskussion – und das Format, die Anliegen der Gäste vorab aufzugreifen und dann schwerpunktmäßig zu behandeln, kam sehr gut an.

 

Diskutiert wurde eine breite Themenpalette – mit den Schwerpunkten Stadtentwicklung und Verkehr, sowie einigen lokalen Fragen.

Zum Thema „Wohnungsbau“ konnten wir noch einmal herausstellen, was die Stadt alles für die Schaffung von neuem und bezahlbarem Wohnraum unternimmt, welche Potentiale im Bezirk Eimsbüttel gesehen werden und wie wir gleichzeitig darauf achten, Grünanlagen zu schützen und die gewachsenen Strukturen in den Stadtteilen weiterzuentwickeln. Auf die Frage eines Gastes nach Berücksichtigung von Fahrstühlen bei der Planung von Neubauten konnten wir darstellen, dass dies schon geschieht – und dort, wo es finanziell zurzeit noch nicht machbar ist, zumindest mit dem Einbau von Fahrstuhlschächten dafür zu sorgen, dass man später problemlos nachrüsten kann. Auch uns ist klar, dass die Bevölkerung immer älter wird und natürlich so lange wie möglich in der vertrauten Umgebung wohnen möchte.

Beim Thema Verkehr wurde nach dem Ausbau der AKN bzw. S 21 gefragt, auf den der Stadtteil Schnelsen schon länger wartet. Und in der Tat ist die erneute Verzögerung des Projektes ärgerlich. Hamburg hier seine Planungen abgeschlossen, nun verzögert sich die Fertigstellung durch Neuplanungen auf Seiten Schleswig-Holsteins erneut, da der Abschnitt zwischen Ellerau und Tanneneck eingleisig gebaut werden soll. So ganz nachvollziehbar ist es nicht, warum das Nachbarland hier anscheinend seine Hausaufgaben nicht wirklich gut gemacht hat.

Mehrere Fragen gab es zur Entwicklung der Schnelsener Frohmestraße, ein Thema, das mich beschäftigt, seit ich 1998 in der Kommunalpolitik angefangen habe. Neben sieben Buslinien fahren hier täglich rund 8000 Fahrzeuge durch, und der Raum für Fußgänger und Radfahrer ist begrenzt. Da ist es nicht leicht, Lösungen für alle Interessengruppen zu finden. Das Bezirksamt will nun auf Initiative aus der Kommunalpolitik mit den Schnelsenern darüber in den Austausch treten, wie Schnelsens Zentrum weiterentwickelt werden soll. Die Auftaktveranstaltung soll im ersten Quartal 2019 stattfinden und in Arbeitsgruppen Ideen, Bedürfnisse und Anliegen der BürgerInnen und Geschäftsleute gesammelt werden.

 

Positive Rückmeldungen gab es zu unseren jahrelangen Bemühungen für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Niendorfer Geheges. Natur wurde zurückgewonnen, waldfremde Nutzungen zurückgeführt, Konzepte für historische Gebäude auf den Weg gebracht und Geld für attraktive Spielplätze, Aussichtsplattform und Wege bereitgestellt.

Eine ganze Reihe weiterer Themen und Fragen kamen darüber hinaus zur Sprache: Umgang mit der Hamburger Pflege-Initiative, Anstrengungen zur besseren Einhaltung des Nachtflugverbots und der Bahnbenutzungsregelungen, Diskussionen in der Bundespolitik über die Zukunft von Hartz IV und ganz konkrete örtliche Anliegen, zu denen wir im Nachgang Kontakt zu den behördlichen Stellen aufnehmen werden.

Solche Formate sollen aus meiner Sicht zwei wichtige Dinge leisten:

1. Wir können über Themen, Sachstände, Zusammenhänge und Hintergründe von landespolitischen und kommunalen Themen informieren;

2. Wir können zuhören, mitnehmen, diskutieren und bewegen, was die Bürgerinnen und Bürger an uns herantragen und was für Erwartungen sie an uns haben.

 

Und da waren sich alle – zumindest die, mit denen ich gesprochen habe ;o) – an diesem Abend einig: Dieses Veranstaltungsformat eignet sich hervorragend, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden.