Sportausschuss tagt zur aktuellen Situation in der Hamburger Sportlandschaft

Online-Premiere für den Sportausschuss der Bürgerschaft. Zusammen mit Ralph Lehnert vom Hamburger Sportbund e. V., Marcus Troeder von der Handelskammer Hamburg, Sportsenator Andy Grote und Sportstaatsrat Christoph Holstein haben wir uns heute erneut über die Lage für Vereine, Fitnessstudios, Sportveranstalter und Profisport in der Pandemie ausgetauscht.

Online-Sportausschuss aus dem Abgeordnetenbüro

Die laufenden Hilfsprogramme von Bund und Stadt wurden erörtert und ausführlich über Bedarfe und Sorgen der Sportlandschaft gesprochen. Das Verständnis für die Maßnahmen zur Kontaktreduzierung in allen Bereichen ist nach wie vor gegeben; es braucht aber auch Perspektiven für den Sport, wie es weiter geht.

Wichtige Signale gab es von allen Seiten, dass der Sport und die Vereine auch weiterhin auf die breite Unterstützung der Stadt zählen können. Mitglieder sollten zudem sehen, dass sie ihren Vereinen in diesen schweren Zeiten die Treue halten und vielleicht kann man ja auch Nicht-Mitglieder in diesem Jahr zu Weihnachten mit einer (Probe-) Mitgliedschaft in einem der zahlreichen Vereine beschenken!

In der Tat hat die Sportlandschaft derzeit einen deutlichen Rückgang der Mitgliederzahlen zu verzeichnen. Unsere Vereinen haben rund 20.000 Mitglieder als vor einen Jahr, darunter 5.400 Kinder und Jugendliche. Es ist der erste starke Mitgliederrückgang im Hamburger Sportbund (HSB) seit Jahrzehnten (hier die Mitteilung des HSB). Zu den Vereinsaustritten kommen die Kündigungen in den kommerziellen Fitnessstudios in der Stadt.

Größtes Problem: Es treten in diesen Zeiten so gut keine Mitglieder neu ein, da kein Sportbetrieb stattfindet.

Unser Sportsenator Andy Grote hat daher angeregt, im nächsten Jahr nach Ende des Lockdowns ein Förderprogramm für Mitgliedschaften in Sportvereinen aufzulegen.