Im heutigen Umweltausschuss stand zunächst ein Thema auf der Tagesordnung, das auch für unsere Stadtteil von großer Wichtigkeit ist.
Hamburgs Fluglärmschutzbeauftragte, Dr. Gudrun Pieroh-Joußen, erläuterte den Bericht, hatte aber auch schon die Zahlen zum Jahr 2025 mitgebracht.
Demnach habe sich die Lärmsituation für die Anwohnenden durch weniger Flüge und leisere Flugzeuge deutlich verbessert, 2025 hätten sich auch insgesamt weniger Personen über den Fluglärm beschwert.
Die Anzahl der Nachtflüge sei zurückgegangen, auch durch getroffene Maßnahmen der Airlines und höhere Flughafenentgelte bei Verstößen.
Dennoch bleibt das Thema natürlich eine Daueraufgabe, u. a. eng begleitet durch die Fluglärmschutzkommission und die Hamburger „Allianz für den Fluglärmschutz“.
Weitere Informationen rund um das Thema Fluglärmschutz in Hamburg finden sich hier:

Das zweite große Thema: Hamburgs Stadtgrün.
Hintergrund: Mit der Volksinitiative „Hamburgs Grün erhalten“ hatten SPD und Grüne 2019 nach Verhandlungen eine Einigung, die von der Hamburger Bürgerschaft als „Vertrag für Hamburgs Stadtgrün“ beschlossen wurde. Darin wurden umfassende Ziele für den Erhalt und die Entwicklung von Hamburgs Grün festgehalten. Seit 2021 arbeiten insgesamt 22 städtische Vertragspartner intensiv an der Entwicklung und dem Erhalt von Hamburgs Grün.
Der letzte Bericht (für 2024; hier) zeigt, dass Hamburg fast alle gesetzten Ziele heute schon erreicht hat – bspw. bei der Ausweisung von Naturschutzgebieten, von Parks und Grünflächen oder bei der Erstellung eines Versiegelungsmonitorings.
Mit der Erweiterung der Naturschutzgebiete „Billwerder Kulturlandschaft“ und „Kirchwerder Wiesen“ sowie dem neuen Naturschutzgebiet „Vollhöfner Weiden“ hat die Stadt erstmals zehn Prozent ihrer Fläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen – so viel wie kein anderes Bundesland.
Durch Maßnahmen wie Grünlandaufwertung, Waldentwicklung sowie die Pflege und Wiederherstellung von Mooren (beispielsweise im Naturschutzgebiet Moorgürtel) wurden 2024 wichtige Lebensräume in Hamburgs Naturschutzgebieten aufgewertet.
Das Grüne Netz gliedert die Stadt und macht Hamburg attraktiv und lebenswert. Zentrale Bestandteile sind die zwei Grünen Ringe und zwölf Landschaftsachsen, zwischen denen sich zahlreiche Grünanlagen und grüne Wege spannen. Durch den „Vertrag für Hamburgs Stadtgrün“ wird es besonders geschützt. In 2024 wurden acht neue Kompensationsmaßnahmen abgeschlossen, weitere 39 befinden sich in der Umsetzung.
Seit Mitte 2024 können Interessierte im Geoportal Hamburg das neue Versiegelungsmonitoring einsehen (www.geoportal-hamburg.de, Suchworte Bodenbedeckung, Versiegelungskarte). Mithilfe von KI und Geodaten wird die Versiegelung der Stadtflächen nunmehr präzise ausgewertet. Für das Jahr 2020 – das erste Jahr mit für die neuen Analysemethoden vollständigen Datengrundlagen – wurde eine Versiegelung von 31 Prozent ermittelt. Das Monitoring ist eine wichtige Grundlage für die geplante Entsiegelungsstrategie für Hamburg.