Wie steht es um den Fluglärmschutz?

Ende September 2020 tagte zum dritten Mal in diesem Jahr die Fluglärmschutzkommission (FLSK). Als neues Mitglied wurde meine ehemalige Bürgerschaftskollegin Monika Schaal begrüßt, die in den 1990er Jahren der FLSK schon einmal angehörte und nun von der SPD-Bezirksfraktion Eimsbüttel wieder in das Gremium berufen wurde. Wir können froh sein, dass uns so eine erfahrene und kompetente Fluglärmschutz-Expertin jetzt in diesem Gremium vertritt.

In der FLSK wurde berichtet, dass aufgrund der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vorjahr statt 17,45 Mio. Passagieren nur noch 3,4 Mio. den Hamburg Airport genutzt haben. Damit sind knapp 70% weniger Passagiere mit dem Flugzeug unterwegs gewesen. Diese Zahlen haben natürlich einen erheblichen Einfluss auf das Flugverkehrsaufkommen und somit auch auf die Verspätungszahlen, gerade in den Abend- und Nachtstunden: Hier gab es einen Rückgang um 56,7% im Vergleich zu 2019.

Aber auch vor dem Lock-Down waren die Verspätungszahlen gering und die getroffenen Maßnahmen haben Wirkung gezeigt. Seit Corona gibt es nur noch vereinzelte Verspätungen, diese sind jedoch den sog. unvermeidbaren Verspätungen zuzuordnen.

Es wurde jedoch nicht nur über den Fluglärm diskutiert, sondern auch über den Klimaschutz und die CO2-Minimierung. Der 2019 neu abgeschlossene Erbbaurechtsvertrag sieht vor, dass der Flughafen seine CO2-Emissionen reduzieren muss.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die allgemeine Reduktion der Luftfahrt-Emissionen. So sei aufgrund besserer Technik eine Reduktion von 148 000 t CO2 (1990) auf 128 600 t (2019) erfolgt. Auch bei der der Ruß- und Partikel-Emission sei ein Rückgang im selben Zeitraum von 10,3 t auf 5,1 t zu verzeichnen.

Insgesamt wurde festgestellt, dass man sich hinsichtlich des Lärm- und Klimaschutzes auf einem guten Weg und in einem konstruktiven Austausch mit allen Beteiligten befinde.

Informationen zur FLSK gibt es hier: https://www.hamburg.de/fluglaermschutzkommission/