Sportausschuss berät Olympia-Konzept – Paralympics und Nachhaltigkeit

Auch in der heutigen Sitzung des Sportausschusses im Hamburger Rathaus haben wir rund drei Stunden erneut ausführlich die mögliche Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele diskutiert.

Nachdem wir uns in der letzten Sitzung ausführlich mit dem Wettkampf- und Trainingsstätten-Konzept befasst hatten, standen dieses Mal zentrale Fragen zum Konzept der Paralympics und zur Nachhaltigkeit auf der Tagesordnung.

Deutlich wurde: Die Hamburger Bewerbung behandelt Olympische und Paralympische Spiele mit denselben Ansprüchen an Qualität, Sichtbarkeit und Wirkung.

Kein anderes Ereignis weltweit trägt mehr zur Inklusion bei als die Paralympischen Spiele. Paralympics sensibilisieren für die Lebensrealität von Menschen mit Beeinträchtigungen und stärken das gegenseitige Verständnis.

Hamburg will durch die Paralympics zur barriereärmsten Metropole Deutschlands werden. Zahlreiche Bahnhöfe werden modernisiert, neue Stationen barrierearm gestaltet und Wege im öffentlichen Raum verbessert – ein echter Gewinn für Menschen mit Beeinträchtigung, Familien und ältere Generationen.

Für Olympische und Paralympische Spielen gibt es die gleichen Wettkampfstätten und ein barrierefreies Zuschauererlebnis. Zudem ist die weitere Förderung von inklusivem Schulsport und paralympischen Spitzen- und Breitensport vorgesehen.

Thema Nachhaltigkeit: Hamburg hat das Ziel, die Spiele nach den Vorgaben des IOC klimapositiv zu gestalten. Deshalb ist das Thema Nachhaltigkeit schon in den Grundstrukturen des Konzepts fest verankert.

Kernpunkte sind die Nutzung bestehender Sportinfrastruktur, Nutzung der Science City Hamburg Bahrenfeld für das Olympische Dorf, ein CO₂-freies Mobilitätskonzept, 100 Prozent erneuerbare Energie und zirkuläres Bauen mit ressourcenschonender Planung und nachhaltigen Materialien.   

Ziel ist es, vorhandene Infrastruktur zu stärken, anstatt neu zu bauen. Ökologische, soziale und wirtschaftliche Impulse sollen langfristig verankert werden. Der Fokus der Investitionen liegt klar auf dem langfristigen Nutzen für alle Hamburger/-innen. Deshalb gibt es keine Neubauten nur für die Spiele, stattdessen werden bestehende Anlagen modernisiert und effizient genutzt.

Mit dem „Olympischen Band“ entsteht ein Leitprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung. Zwischen dem Volkspark im Westen und der Elbmarschen im Osten werden Grünzüge und Sportstätten der Stadt miteinander vernetzt und machen die Stadt grüner und lebenswerter.  

Die jüngsten IOC-Reformen schreiben Nachhaltigkeit verbindlich vor und sehen eine klare Messung und konsequente Steuerung vor. Dass eine deutliche Reduktion von Emissionen möglich ist, zeigen die Spiele von Paris 2024: Im Vergleich zu London 2012 und Rio 2016 wurde der CO₂-Ausstoß dort mehr als halbiert. Auch Hamburg will diesen Weg weitergehen und neue Maßstäbe setzen.

Die paralympischen Wettkämpfe sind an den gleichen Sportstätten geplant wie die olympischen. So entstehen keine getrennten Welten, sondern ein gemeinsames Sporterlebnis. Mit Ausnahme des Para-Segelns finden die Paralympischen Spiele entsprechend komplett in Hamburg statt. Alle Wettkampfstätten werden für ein barrierefreies Zuschauererlebnis konzipiert.

Fazit:

Auch die heutige Diskussion hat gezeigt, dass die Bewerbung große Chancen bietet. In kommenden Sitzungen werden noch die Themen Mobilität und Finanzen beraten.

Informationen dazu gibt es natürlich auch schon online hier: https://www.hamburg-activecity.de/olympia

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