In der Hamburgischen Bürgerschaft wollen wir die Nutzung von Schulsporthallen für den Vereinssport am Nachmittag verbessern und ausweiten. Ein entsprechender rot-grüner Antrag soll in der Bürgerschaftssitzung am 17. Juni beschlossen werden. Ziel ist es, freie Hallenzeiten noch effizienter zu nutzen und damit zusätzliche Sportangebote für die Hamburgerinnen und Hamburger zu ermöglichen.
Im Mittelpunkt steht eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen, Bezirken und Sportvereinen. Insbesondere in den Nachmittagsstunden zwischen 16 und 17 Uhr gibt es Potenziale, die bislang nicht vollständig ausgeschöpft werden. Nach den Sommerferien 2026 soll deshalb eine Pilotphase starten, um praxistaugliche Modelle für eine bessere Auslastung der Schulsporthallen zu entwickeln.
Hamburg erlebt seit Jahren einen starken Zuwachs im Vereinssport: Mit inzwischen mehr als 621.000 Mitgliedschaften in den Hamburger Sportvereinen steigt auch der Bedarf an Trainings- und Bewegungsflächen. Gleichzeitig verfügt die Stadt über rund 600 Schulsporthallen mit insgesamt 817 Hallenfeldern, die einen wichtigen Bestandteil der Hamburger Sportinfrastruktur darstellen.

Die Interessen der Schulen sollen dabei gewahrt bleiben. Vielmehr geht es darum, vorhandene Kapazitäten intelligenter zu nutzen und freie Zeiten schneller zu erkennen sowie bedarfsgerecht zu vergeben. Bereits in der vergangenen Legislaturperiode wurden zusätzliche Nutzungszeiten in den Abendstunden erfolgreich erprobt.
Mit der geplanten Pilotphase sollen weitere Erfahrungen gesammelt und erfolgreiche Modelle identifiziert werden, um langfristig mehr Menschen den Zugang zu Sportangeboten zu ermöglichen.