Kollau wird weiter renaturiert

Die Renaturierung der Kollau wird nun fortgesetzt. In den vergangenen Jahren wurde der Oberlauf zwischen Kollauteich und Wendlohstraße fertiggestellt, jetzt geht es im Abschnitt zwischen den Straßen Am Ree und Röthmoorgraben in Schnelsen weiter.

Die Arbeiten werden wegen der Schonzeit für Pflanzen und Tiere in Abschnitten durchgeführt, die Renaturierung soll dann Ende 2025 abgeschlossen sein.

Die Kollau soll bis dahin in drei größere Aufweitungsbereiche auf das westlich gelegene Grünland verlegt werden. Durch Bodenabtrag und Uferabflachungen werden dadurch naturnahe, tiefliegende Auen geschaffen, die schon ab leicht erhöhten Wasserständen überflutet werden und dann in das höher liegende Grünland übergehen. Strömungslenker aus Kies und fest verankertem Totholz sollen die Strukturvielfalt im Bachbett erhöhen und vielfältige Lebensräume schaffen.

Durch die Maßnahmen soll auch die Hochwasserproblematik an der Kollau entschärft werden, da mehr Überflutungsvolumen geschaffen wird. Der vorhandene Baumbestand soll weitestgehend erhalten bleiben und nur wenige Bäume gefällt werden, deren Standsicherheit durch Alter oder Krankheit gefährdet ist.

Für die Arbeiten wird am Rand der Wiese vom Sellhopsweg/Ecke Hirschsprung eine Baustraße angelegt, über die der Baustellenverkehr abgewickelt wird. Voraussichtlich Ende 2025 wird nach Umsetzung aller Bauabschnitte die Baustraße zurückgebaut und das Grünland wieder angesät. Damit wird eine Sperrung des Kollauwanderweges vermieden, während der Bauarbeiten kann es durch den Baustellenverkehr trotzdem immer wieder zu Beeinträchtigungen kommen.

Zudem lässt das Bezirksamt innerhalb der kommenden Wochen auch das Regenrückhaltebecken Burgwedelau/Grothwisch reinigen. Dafür werden rund 1.550 m³ Sediment entnommen. Mit Ausnahme des Ostufers führen oberhalb der Uferböschungen unbefestigte Wege um das Becken. Diese werden während der Baumaßnahme gesperrt.