„Niendorf gemeinsam gestalten“ – Gute Ideen und Diskussionen bei unserem Stadtteil-Workshop

Unser Ideen-Workshop von der Niendorfer SPD am 6. Juni zum Thema „Niendorf gemeinsam gestalten“ stieß wieder einmal auf großes Interesse. Mehr als 40 TeilnehmerInnen kamen – trotz bestem Wetter – in der Alten Schule am Tibarg zusammen und erarbeiteten an Thementischen Zukunftspläne für den Stadtteil. Nach der Begrüßung gab es einen Input-Vortrag unseres Bezirksamtsleiters Kay Gätgens, der über die gesamte Veranstaltung rege mit den TeilnehmerInnen weiter diskutierte.

Input von Bezirksamtsleiter Kay Gätgens

Was Engagement und Einsatz der TeilnehmerInnen bewirken, konnten wir anhand der Initiativen dokumentieren, die im Nachgang zum letztjährigen Ideen-Workshop von uns auf den Weg gebracht wurden. Die dort gesammelten Vorschläge waren Grundlage für zahlreiche Gespräche sowie Anträge und Anfragen in Bezirksversammlung und Bürgerschaft, die wir den TeilnehmerInnen vorstellen konnten.

Beim Bericht über die Umsetzung der Ergebnisse des letzten Workshops

Anschließend wurde dann an Thementischen zu Fragen der Wohnungspolitik sowie über die Bereiche Grün, Versorgung, Mobilität und sozialer Zusammenhalt konstruktiv und engagiert diskutiert und zahlreiche Ideen gesammelt.

„Grüne Lunge – schönes Wohnen“

Am Tisch „Grüne Lunge – schönes Wohnen“ unter der Moderation unserer Bezirksabgeordneten Jutta Seifert und Vorstandsmitglied Manfred Körner ging es unter anderem darum, wo und wie wir in unserem Stadtteil weiterhin bezahlbaren Wohnraum schaffen können, wenn wir gleichzeitig das „grüne Niendorf“ bewahren wollen. Grundtenor hierbei war es, dass auch für den notwendigen Wohnungsbau das Niendorfer Gehege und andere Grünflächen nicht angetastet werden dürfen. Stattdessen solle auf Nachverdichtung im Bestand, Dachgeschossausbauten oder höheren Wohnungsbau entlang der Magistralen gesetzt werden. Erneut wurde auch die Idee des studentischen Wohnens für den Stadtteil ins Gespräch gebracht. Zur Grünversorgung in Niendorf gab es durchweg positive Rückmeldungen, wobei zur Pflege einzelner Grünflächen in unserem Stadtteil auch Verbesserungsvorschläge vorgebracht wurden.

Diskutieren „im Grünen“ mit dem Bezirksamtsleiter

Mobil und gut versorgt in Niendorf

Um Entwicklungsperspektiven unserer Stadtteilzentren und Verbesserungspotenziale beim Thema Mobilität ging es am zweiten Thementisch, den Wilfried Mahnke aus der SPD-Bezirksfraktion und ich moderierten. Einig war man sich in der Beurteilung, dass der Tibarg als attraktives Stadtteilzentrum eine sehr positive Entwicklung genommen habe und grundsätzlich gut aufgestellt sei. Entwicklungsperspektiven sah man in einem besseren Branchen-Mix und der Neuplanung der Tibarg-Mitte. Neben bekannten Forderungen aus dem letzten Workshop kam hier der Wunsch nach einem Fahrradparkhaus für den Standort zur Sprache. Per se müsse auch der Busbahnhof Niendorf-Markt attraktiver gestaltet werden.

In Niendorf-Nord sahen die TeilnehmerInnen Handlungsbedarf bei der Passage am Brunnen. Die Beseitigung des gewerblichen Leerstandes und der Einzug attraktiver Geschäfte oder Gastronomie waren die vordringlichsten Wünsche für den Standort.

Die Niendorfer Mitte sei gut versorgt, wobei man sich in dem Gebiet auch eine stärkere Kombination von Wohnen und Gewerbe vorstellen könne.

An „Tisch 2“ ging es um unsere Zentren und das Thema Mobilität

In Bezug auf das östliche Niendorf wurde darum gebeten, unsere Anstrengungen hier fortzusetzen. Auf Grundlage der von uns angestoßenen Bürgerbeteiligung sollen weitere Schritte zur dortigen Entwicklung geplant werden. Ausgelotet werden sollte, ob Projekte zur Mobilität und Versorgung auch in Kooperation mit dem Tibarg umgesetzt werden könnten. Eine weitere Idee war, die Möglichkeit einer zusätzlichen Haltestelle der Buslinie 192 im Vierenkamp zu prüfen, um eine kürzere fußläufige Anbindung von Anwohnerinnen und Anwohner des Flughafenrandbereiches zu ermöglichen.

Damit waren wir dann auch schon bei dem Thema Mobilität. Grundsätzlich – ausgenommen der Anbindung von Teilbereichen in Niendorf-Ost – zeigten sich alle TeilnehmerInnen sehr zufrieden mit den Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs in unserem Stadtteil. Verbesserungen für Radfahrerinnen und Radfahrer wurden für Abschnitte wie den Garstedter Weg oder die Verbindung in die Stadt gewünscht. Mit Blick auf Umgestaltungsüberlegungen zur Verkehrsführung in der Paul-Sorge-Straße fanden Vorschläge großen Anklang, dies mit breiter Bürgerbeteiligung zu machen.

Soziales Miteinander in Niendorf

Am Tisch von Ines Schwarzarius, unserer Sprecherin im Regionalausschuss, und unserem Juso-Vorsitzendem Torge Urbanski ging es um die Frage, was getan werden kann um Zusammenhalt, Zusammenarbeit und Vernetzung im Stadtteil weiter zu stärken. Das Miteinander in Niendorf wurde in dieser Hinsicht von allen TeilnehmerInnen gelobt. Weiter gelte es, die Vernetzungsformate beizubehalten und zu unterstützen und neue Akteure in die Stadtteilarbeit einzubinden. Die einhellige Forderung aller TeilnehmerInnen war, Angebote wie das Begegnungszentrum am Tibarg auch nach dem Abriss der Alten Schule fortzuführen.

Tisch 3 – Miteinander über das „Miteinander im Stadtteil“ reden

 

Fazit: Wieder über zwei Stunden des Diskutierens und Brainstormings mit vielen neuen Eindrücken, Ideen und Arbeitsaufträgen. Der Abend hat wieder mal gezeigt, wie sehr Niendorf den BewohnerInnen am Herzen liegt und wie sehr Bürgerengagement und soziales Miteinander hier gelebt werden. Das erfreuliche Feedback zu unserer Arbeit nehmen wir als Rückenwind für unsere weitere politische Arbeit mit und die Anregungen sind Ansporn für weitere Initiativen. Einhelliger Wunsch aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Auch im kommenden Jahr soll es eine Fortsetzung des Ideen-Workshops geben!