Besuch beim Niendorfer Flugsportclub

Der Niendorfer Flugsportclub (NFSC) existiert seit mehr als einem halben Jahrhundert, ein Grund mehr für einen erneuten Besuch dort. Auf dem 6,8 Hektar großen NFSC-Fluggelände in der Kollauniederung konnte ich mich mit dem 1. Vorsitzenden Hans-Werner Schütz intensiv austauschen.

Der Verein wurde 1971 gegründet und hat derzeit knapp 150 Mitglieder, darunter ein gutes Dutzend Jugendliche. Es geht ausschließlich um ferngesteuerte Segelflug- und Elektroflugmodelle, die von Sonnenaufgang bis -untergang gestartet werden können.

Weil dies aber eine innerstädtische Fläche ist und sich zudem in der Kontrollzone des großen Hamburg Airport Helmut Schmidt befindet, bedeutet dies, dass jeder Flug vorab beim Tower des Hamburger Airports angemeldet werden muss. Erst nach einer Freigabe inklusive einer konkreten Höhenvorgabe dürfen die Flugmodelle starten.

Das Risiko eines Absturzes sei zwar selten, passiere aber auch erfahrenen Piloten – und das tue dann auch finanziell weh, so Hans-Werner Schütz: Einsteigermodelle kosten um die 500 Euro, Profiflugzeuge einige tausend Euro. Deshalb sollten das Anfänger vor einer Investition in ein Modellflugzeug erst einmal mit einem Lehrer-Schüler-Flug ausprobieren.

Mit einem erfahrenen Flugleiter könne man zunächst ein Gefühl dafür entwickeln, wie man die kleinen Flugzeuge in der Luft steuert und welches Modell das individuell richtige ist, so Schütz weiter. Selbstständig fliegen darf dann nur, wer beim Luftfahrtbundesamt registriert ist, über die Mitgliedschaft im Verein besteht der notwendige Versicherungsschutz.

Noch Anfang der 2000er hat der Verein an Wettbewerben und sogar den deutschen Meisterschaften teilgenommen, heute sind hier ausschließlich Hobby-Modellflieger aktiv, bei denen Spaß, Entspannung und die Gemeinschaft im Vordergrund stehen.