Besuch beim Quartiersmanagement Schnelsen

Zusammen mit meiner Kollegin Sabine Jansen habe ich heute das Quartiersmanagement in Schnelsen besucht. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir uns im Liness am Bornkasthof mit Quartiersmanagerin Annika Saß intensiv über die Lage im Schnelsener Zentrum und in Schnelsen-Burgwedel austauschen.

Zusammen mit Sabine Jansen und Annika Saß (v.l.n.r.)

Mit Elan seien sie und ihre Kollegin Mareike Menzel ihre neuen Aufgaben angegangen, so Frau Saß, aber dann kam Corona – und die Geschäfte blieben geschlossen. Doch die beiden Managerinnen haben aus der Not eine Tugend gemacht und die Kontaktaufnahme und -pflege per E-Mail und Internet intensiviert. Nun, nach den Lockerungsmaßnahmen, sind sie wieder persönlich unterwegs, der wöchentliche Rundgang mit zahlreichen Gesprächen durch die Frohmestraße und zum Roman-Zeller-Platz ist Pflichtprogramm.

Trotzdem sei es gut gewesen, dass man in der Corona-Phase hier tätig sein konnte, so Frau Saß, denn fast täglich konnten Informationen zu den Hilfsangeboten, wie den Hamburger Schutzschirmen, weitergegeben oder bei Bedarf an die entsprechenden Ansprechpartner der Handels- beziehungsweise Handwerkskammer oder der Behörden weitergeleitet werden.

Nun könne man sich verstärkt wieder der eigentlichen Aufgabe widmen, die Attraktivität der beiden Quartiere zu verbessern. Die Homepage der Schnelsener Gemeinschaft von Geschäftsleuten „Herz von Schnelsen“ sei schon optimiert worden und würde schon besser als zuvor als Plattform genutzt, so Frau Saß.

Durch die vom Bezirk angeschobene Bürgerbeteiligung wäre eine sehr gute Vorarbeit geleistet worden – viele Wünsche und Ideen der Gewerbetreibenden und auch der Bürgerinnen und Bürger seien sehr konstruktiv gewesen. Und auch durch die Fertigstellung des A7-Deckels und die jetzt begonnene Gestaltung mit Grünflächen und Kleingärten habe sicherlich auch positive Auswirkungen auf die Frohmestraße.

Natürlich werde hier sehr gehofft, dass die Quartiere im „Rahmenprogramm In­tegrierte Stadtteilentwicklung“ (RISE) Fördergebiet werde. Frau Saß berichtete, dass immer wieder erklärt werden müsse, wie ein derartiger Prozess ablaufe. Ein wichtiger Meilenstein sei dabei die sogenannte Problem- und Potenzialanalyse, die seit April von externen Gutachtern durchgeführt wird. Ein erster Entwurf der Analyse soll bis Ende Juli vorliegen, die Endfassung ist für Ende Oktober geplant.“

Frau Saß zeigte sich aber sehr optimistisch, dass der Senat anschließend „Grünes Licht“ gibt, und auch wir von der Politik sind uns einig, dass die Aussichten für eine Bewilligung der Fördermittel sehr gut sind.

Die Thematik der Schnelsener Quartiere hat mich schon als Kommunalpolitiker in der Bezirksversammlung intensiv beschäftigt. Insofern hoffe ich, dass die Wünsche der SchnelsenerInnen auf eine verbesserte Gestaltung des öffentlichen Raumes und die Optimierung der Aufenthaltsqualität bei gleichzeitiger Bewahrung des dörflichen Charakters umgesetzt werden können.

Hintergrund-Info:

Annika Saß und Mareike Menzel arbeiten bei der von der Stadt beauftragten „Zum Felde BID Projektgesellschaft mbH“ in Hamburg, die sich seit dem 1. Januar 2020 um das Quartiersmanagment für Schnelsen kümmert. BID steht für Business Improvement District, wird auch als Innovationsbereich bezeichnet und beinhaltet die Aufwertung von Einzelhandels- und Dienstleistungszentren.

Erst einmal ist das Projekt bis Ende 2021 bewilligt, eine Verlängerung gilt als wahrscheinlich.

RISE

Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt.

Hamburg soll als gerechte und lebenswerte Stadt weiterentwickelt und der soziale Zusammenhalt gefördert werden. Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren.

Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert.

In den RISE-Fördergebieten werden Nachverdichtungspotenziale aktiviert, Neubaupotenziale erschlossen und Wohnungsbestände stabilisiert und damit zur Entlastung des Wohnungsmarkts und zu einer angemessenen Wohnraumversorgung für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen beigetragen.

Hamburg umfasst derzeit 28 RISE-Quartiere, die in den verschiedenen Programmen der Bund-Länder-Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 37 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.