„Was läuft in unseren Stadtteilen?“ Politische Radtour durch den Wahlkreis

Der Wettergott ist manchmal doch Sozi und so fanden sich bei bestem Wetter am 22. August wieder über 20 TeilnehmerInnen zu unserer jährlichen Radtour ein.

Mit dabei waren auch unsere Bezirksabgeordneten Ines Schwarzarius, Torge Urbanski und Ernst-Christian Schütt sowie nicht zuletzt unser Bundestagsabgeordneter Niels Annen.

V.l.n.r.: Ines Schwarzarius, Torge Urbanski, Niels Annen, Marc Schemmel, Ernst Christian Schütt, sowie Erich Clef-Prahm & Alan McHardy, Verein Freunde vom Lüttge-Garten

Startpunkt war wie gewohnt die Kirche am Niendorfer Markt. Anlässlich des 250jährigen Jubiläums konnte an dieser Stelle ein wenig Werbung für die tolle Jubiläumschronik „Schön achteckig, mit einer Thurmspitze in der Mitte“ gemacht werden, die das Forum Kollau jüngst herausgebracht hat.

Am Garstedter Weg entlang ging es zur Promenadenstraße, wo ich über die aktuelle Entwicklung des Tibargs und Pläne für die Alte Schule berichten konnte, die am Standort auch im kommenden Jahr ihre tolle Arbeit fortsetzen kann.

Natürlich war auch die Kreditbürgschaft für Tom Tailor Thema, mit der vorerst 600 Arbeitsplätze in Niendorf gesichert sind.

Dann ging es weiter am Flughafen und an der Tarpenbeck entlang zum Künstlerhaus Sootbörn.

Über die Situation des Flughafens konnten Niels Annen und ich aus erster Hand berichten, weil wir erst vor wenigen Tagen dort zu Gast waren und uns intensiv mit Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler und dem Betriebsrat ausgetauscht hatten. Das Verkehrsaufkommen am Flughafen war zeitweise um bis zu 99 Prozent eingebrochen – für das Jahr 2020 wird mit einem Rückgang von rund 9 Millionen Passagieren und einem Verlust von über 100 Millionen Euro gerechnet. Ziel ist es auch weiterhin, in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat die bestehenden Arbeitsplätze so weit wie möglich zu erhalten. Da würde eine Verlängerung der Kurzarbeiter-Regelungen – wie von Olaf Scholz vorgeschlagen – enorm helfen.

Nach Ausführungen zur Geschichte des Künstlerhauses am Sootbörn, der Heimat von 14 Künstler-Ateliers und des Hamburger Forums für Künstlernachlässe, ging es an der Tarpenbek Richtung Pulvermühle und dann weiter nach Lokstedt zum Heckenrosenweg, wo wir am Obelisk Station machten, der vom bekannten Hamburger Kaufmann Jakob von Axen für seine im Alter von 26 Jahren an Schwindsucht verstorbene älteste Tochter errichtet wurde.

Dort konnte Ernst Christian Schütt auch über den angrenzenden Bauwagenplatz und das benachbarte Lycee Francais berichten.

Im idyllischen Von-Eicken-Park gab es dann u. a. Ausführungen zu den Lokstedter Zentrumsplanung an der Grelckstraße, wo ab Herbst verschiedene Verkehrsmodelle erprobt werden sollen.

Von-Eicken-Park

Nächste Station war die Amsinckvilla, in der die wohl schönste Kita Hamburgs ihren Platz gefunden hat. Die SPD hatte sich jahrelang auf allen Ebenen für den Erhalt und eine langfristige Perspektive der Villa eingesetzt.

Blick auf die Amsinckvilla

Das Highlight war dann der Besuch des Lüttge-Gartens, wo wir vom Verein Freunde des Lüttge- Gartens mit Kaffee und Kuchen herzlich empfangen wurden. Seit 2004 pflegen die Ehrenamtlichen den Garten und haben ein tolles Kleinod geschaffen – inzwischen steht er auch unter Denkmalschutz.

Derartig gestärkt ging es entlang an der öffentlichen Unterkunft am Alma-Ohlmann-Weg, die rund 520 Plätze für geflüchtete und wohnungslose Menschen vorhält und um deren Einrichtung es lange Auseinandersetzungen gegeben hatte.

Weiter ging es zum Wehmerweg, zum Hauptverteilwerk Lokstedt von Stromnetz Hamburg (SNH). Die Freiluftanlage in Lokstedt versorgt hier die Umspannwerke Eimsbüttel, Niendorf, Siemersplatz, Hoheluft, Eppendorf und Fuhlsbüttel sowie über 160.000 Niederspannungskunden.

An der renaturierten Kollau entlang fuhren wir dann in unsere „Grüne Lunge“, das Niendorfer Gehege.

Hier konnte ich u. a. Aktuelles über das neue Rückhaltebecken in der Feldmark im Zusammenhang mit dem Ausbau der Autobahn A7 berichten.

Letzte Station war dann noch der Bondenwald – mit Infos zu aktuellen Entwicklungen des Gymnasiums, der Sportanlage und des Schwimmbads.

Der insgesamt 9 Millionen teure Neubau des Gymnasiums soll Ende dieses Jahres fertig gestellt sein. Dann können 22 Klassen- und Differenzierungsräume, ein Selbstlernzentrum und ein zweigeschossiges Auditorium genutzt werden. Das Besondere und Einzigartige sind dabei die offenen Lernlandschaften auf zweimal 500 Quadratmetern.

Mit dem vor zwei Jahren eingeweihten Sportzentrum inklusive Gymnastikhalle, Umkleiden und Geschäftsstelle hat der NTSV für viele Hallensportarten, Reha-, Senioren- und Kindersport, Turnangebote sowie Tanzen, neue Möglichkeiten geschaffen und dringend benötigte Hallenzeiten in bisherigen Niendorfer Schulsporthallen für andere Hallensportarten freigemacht.

Das Bäderland-Schwimmbad und der Sauna-Bereich waren für cirka 10 Millionen Euro modernisiert worden und haben sich seitdem größter Beliebtheit erfreut. Natürlich müssen auch hier die Betreiber den Corona-Maßnahmen Tribut zollen, die Besucherzahlen sanken zwangsweise. Aber auch das wird ja irgendwann hoffentlich wieder anders!

Mein Fazit: Auch dieses Jahr hat die Radtour wieder großen Spaß gemacht. Vielen Dank für das Interesse und die Unterstützung aus Bundestag und Bezirk!