Rückenwind für die Bezirkswahlen – Finanzsenator Andreas Dressel beim Niendorf-Workshop

Statt sich bei schönstem Frühlingswetter die Abendsonne ins Gesicht scheinen zu lassen, waren gestern wieder viele Niendorferinnen und Niendorfer in die Alte Schule am Tibarg gekommen, um mit uns und Hamburgs Finanz- und Bezirkssenator Andreas Dressel über aktuelle Themen und Perspektiven für den Stadtteil beim diesjährigen Niendorf-Workshop zu diskutieren.

Andreas Dressel stellte in seinem Input-Vortrag dar, welche Anstrengungen die Stadt unternimmt, um die Bezirke bei der Wahrnehmung ihrer lokalen Aufgaben zu unterstützen. Auch unsere Stadtteile profitieren erheblich von diesen Investitionen. Er hob dabei die finanzielle Stärkung der offenen Kinder- und Jugendarbeit oder die Förderung der sozialen Infrastruktur über die Quartierfonds hervor. Zudem investiere die Stadt weiterhin kräftig in den Schulbau – wie in Niendorf an den weiterführenden Schulen zu sehen ist -, in den ÖPNV, den Wohnungs- und den Straßenausbau. Die Kundenzentren – auch am Tibarg – wurden personell aufgestockt und laufen mittlerweile im kundenfreundlichen 60-Stunden-Betrieb.

Beeindruckt zeigte sich Dressel von der Arbeit des Begegnungszentrums, das er bei einem Rundgang vor der Veranstaltung mit Koordinatorin Christa Prüßner sowie Nutzerinnen und Nutzern besichtigte. „Es war eine sehr gute Entscheidung, dass wir in der Bürgerschaft über den Integrationsfonds die Mittel für den Betrieb dieses Begegnungszentrums bereitgestellt haben. Hier wird Integration, Einbindung in das öffentliche Leben und Stadtteilaustausch gelebt“, so Dressel, der sich sehr für die unterschiedlichen Angebote des Hauses und deren Perspektive interessierte und auch von den vielen hier entstandenen Kunstwerken angetan war.

Im Workshop-Teil wurde dann zunächst von uns dargestellt, was alles von den Ideen und Anregungen nach den letzten Workshops im Stadtteil umgesetzt und auf den Weg gebracht werden konnte.

Dann ging es an die drei Thementische, wo sich im Rotationsverfahren angeregt über Wohnen, Grünentwicklung, Tibarg, Niendorf-Nord, Mobilität, soziale Infrastruktur oder die Anbindung Niendorf-Ost ausgetauscht wurde.

Wo und wie können wir hier bei uns weiteren und auch bezahlbaren Wohnraum schaffen, gleichzeitig aber die vielen Grünflächen bewahren? Diese und ähnliche Fragen wurde unter der Moderation der Bürgerschaftsabgeordneten Monika Schaal und Torge Urbanski intensiv besprochen. Ein Aspekt dabei war die Erhöhung des Wohnanteils auf dem Tibarg oder auch in der Niendorfer Mitte, wo derzeit aufgrund der bestehenden Ausweisungen kein Wohnen möglich ist. Große Zufriedenheit gab es bei allen BesucherInnen zu der Situation der Niendorfer Grünanlagen und des Geheges. „Dass an vielen Stellen im Stadtteil Natur zurückgewonnen wurde, steigert die Lebensqualität in Niendorf und ist Ergebnis engagierter Politik und Initiativen vor Ort“, so der Tenor.

Mobil und gut versorgt – das war das Motto des zweiten Themen-Tisches unter Moderation von unserem Bezirksabgeordneten Willi Mahnke und mir. Mit Spannung werden die weiteren Schritte zur Einführung des Bürgerbusses in Niendorf-Ost erwartet. Es seien – wenn sich das Modell erfolgreich bewährt – auch weitere Niendorfer Bereiche zu betrachten, so der Wunsch der TeilnehmerInnen.

Mit Blick auf den Tibarg sollten neue Perspektiven für den südlichen Bereich entwickelt werden. Dieser Teil – so die mehrheitliche Auffassung – solle langfristig eher für zusätzliche Wohnungen genutzt werden. Große Chancen werden in der Neuplanung der Tibarg-Mitte gesehen; die Auslegung der Pläne wird derzeit vorbereitet und viele gute Anregungen sind bereits an die Verwaltung herangetragen worden. Wünsche gab es nach zusätzlichen Fahrradabstellplätzen, Stadtteilangeboten, Außengastronomie und attraktiven Freiflächen in der neuen Tibarg-Mitte.

Ein großes Ärgernis in Niendorf-Nord sind die jahrelangen gewerblichen Leerstände in der Brunnenpassage – vor allem im ehemaligen Schlecker-Laden. Wir wollen dies erneut aufgreifen und uns in einem Schreiben an den Eigentümer wenden.

Am dritten Thementisch ging es um den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil, in all seinen Facetten. Auch hier wurde unter der Moderation von Ines Schwarzarius und Nils Harringa rege diskutiert. Es wurde dabei festgestellt, dass Formate wie Stadtteil- und Bildungskonferenz, Runder Tisch, Stadtteilbeirat und Workshops sehr gut laufen.

Vor allem für jüngere Menschen will man aber vorhandene Einrichtungen stärken und neue Angebote schaffen. Insbesondere wurde dabei über Neugestaltungspläne auf der Sportanlage Sachsenweg diskutiert.

Es war wieder ein intensiver Workshop, in dem wir in 2 1/2 Stunden über alle Themen des Stadtteils diskutiert haben. Das erfreuliche Feedback zu unserer Arbeit nehmen wir als Rückenwind für die anstehenden Wahlen mit. Die Anregungen und Kritikpunkte sind Ansporn für weitere Initiativen.

Danke an alle TeilnehmerInnen!